Eishockey-WM
Finnland stoppt US-Auswahl

Jubel bei den finnischen Spielern: Mit einem 2:0-Sieg gegen die USA schafften sie die Überraschung und zogen damit ins WM-Halbfinale ein. Bild: dpa

Die Eishockey-Auswahl der USA hatte bei der WM in Köln und Paris die deutsche Gruppe als Erster beendet und dabei sogar Russland besiegt. Im Viertelfinale kam trotzdem das Aus. Der Rekordchampion und der Vorjahresfinalist spielen dagegen um die Medaillen.

Paris/Köln. Rekordchampion Russland und der Vorjahres-Zweite Finnland sind bei der Eishockey-Weltmeisterschaft in Köln und Paris ins Halbfinale eingezogen. Die Sbornaja gewann am Donnerstag im Viertelfinale von Paris gegen Tschechien mit 3:0 (2:0, 0:0, 1:0) und trifft in der Vorschlussrunde am Samstag auf den Sieger des Duells zwischen Titelverteidiger Kanada und WM-Gastgeber Deutschland.

Überraschung


Die Finnen setzten sich in Köln gegen die USA mit 2:0 (0:0, 1:0, 1:0) durch. Im Kampf um den Finaleinzug wird der neunmalige Weltmeister Schweden oder Außenseiter Schweiz der Gegner sein. Beide Halbfinals werden ebenso wie das Endspiel in Köln ausgetragen.

Zwei Tage nach der Vorrunden-Niederlage gegen die USA ging Russland im ersten Drittel durch Treffer der NHL-Profis Dimitri Orlow und Nikita Kutscherow in Führung. Vor 6209 Zuschauern legte Stürmer Artemi Panarin von den Chicago Blackhawks im Schussabschnitt nach.

Auch ohne Superstar Alexander Owetschkin strebt die Topnation ihren 28. WM-Titel an. Bronze im eigenen Land hatte vor einem Jahr nicht den Ansprüchen genügt, 2015 wurden die russischen Eishockey-Stars im Endspiel von Kanada gedemütigt. Vor sieben Jahren bei der zuvor letzten WM in Deutschland hatten sich die Russen und Tschechen im Endspiel gegenübergestanden, damals gewann Tschechien.

Finnland stoppte vor 8986 Zuschauern in Köln die Siegesserie der US-Auswahl. Der 20 Jahre alte NHL-Stürmer Mikko Rantanen nutzte zu Beginn des zweiten Drittels eine Überzahlsituation. Der Treffer von Joonas Kemppainen besiegelte die zweite Niederlage und das Turnier-Aus für die USA.

Sechs Partien gewonnen


Zuvor hatte der WM-Dritte von 2013 und 2015 nur zum Auftakt überraschend mit 1:2 gegen die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes den Kürzeren gezogen. Dann hatte der Weltranglisten-Vierte alle sechs weiteren Vorrundenpartien gewonnen und die deutsche Gruppe als Erster abgeschlossen.
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