Eiskunstlauf
Der erste Dreifach-Sprung

Lea Schwamberger hat ihren langen Trainingsausfall schon wieder aufgeholt und glänzte beim Sieg in Chemnitz. Bild: hfz

Chemnitz. Lea Schwamberger aus Reuth (Landkreis Tirschenreuth), die für den EC Regensburg startet, hat zur großen Überraschung den Titel bei den Offenen sächsischen Meisterschaften in Chemnitz geholt. Ausschlaggebend dafür war wohl ihr erster Dreifach-Sprung bei einem Wettbewerb. Krankheitsbedingt musste Franziska Hösl aus Pechhof bei Schwarzenbach, die ebenfalls beim EC Regensburg trainiert, den Wettbewerb absagen

15 Konkurrentinnen


Mit 15 Konkurrentinnen aus verschiedenen Bundesländern der Nachwuchsklasse U15, mit welchen sich Lea Schwamberger schon bei der "Deutschen" messen musste, war die Altersgruppe stark besetzt. Dabei zählte die Oberpfälzerin, die beim EC Regensburg unter dem Duo Brünner/Dedovich trainiert, mit erst 13 Jahren zu den jüngsten Läuferinnen.

Am Samstag beim Kurzprogramm wollte Trainerin Nicole Brünner nichts riskieren und Lea ging mit ihrem gewohnten Kurzprogramm an den Start. Obwohl sie wieder nicht die angestrebten Punkte bei der Himmelpirouette erreichen konnte, sicherte sie sich mit sauber ausgeführten Sprüngen den zweiten Platz. Das Spitzenquartett lag mit nur 1,5 Punkten Unterschied eng beieinander

Am Sonntag hieß es also Nerven bewahren und eine fehlerfreie Kür zu laufen, um sich den Platz auf dem Treppchen zu sichern. Bestärkt durch die hervorragende Darbietung am Vortag und den guten Trainingsleistungen der letzten Wochen trafen die Trainer die Entscheidung, dass Lea den Dreifachen-Toeloop zum ersten Mal bei einem Wettbewerb zeigen soll. Damit sollte die Kür technisch noch stärker aufgewertet werden.

Tatsächlich ging die Rechnung auf. Nur zwei weitere Läuferinnen wagten einen Dreifachen und Leas Mut wurde in den technischen Elementen mit über zwei Punkten Vorsprung belohnt. Sie erreichte mit 51,30 Punkten ihre persönliche Bestleistung und damit den ersten Platz in der Gesamtwertung.

Die Umsetzung von Dreifach- Sprüngen kostetet enorm viel Kraft und Kondition, womit Lea nach der langen Verletzungspause immer noch zu kämpfen hat. Umso erstaunlicher ist diese Leistungsteigerung. Ein dickes Lob gab es auch von der Trainerin. Nächstes Ziel ist es, bei den anstehenden Bavarian Open in Oberstdorf die 83-Punkte-Hürde für die Bundeskadernorm zu knacken
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