Eiskunstlauf
WM-Platz verloren

Bratislava. Das war zu wenig: Franz Streubel aus Oberstdorf und der Berliner Paul Fentz haben ihre Küren bei den Eiskunstlauf-Europameisterschaften verpatzt. Bei den mageren Leistungen sprangen am Donnerstagabend in Bratislava nur die Plätze 14 und 16 heraus, was den Verlust des zweiten Startplatzes für die Deutsche Eislauf-Union bei der EM 2017 im tschechischen Ostrau bedeutet. Seinen vierten Titel in Serie heimste der spanische Weltmeister Javier Fernandez ein.

Positiv aus deutscher Sicht war da nur die Startbestätigung der viermaligen Europameisterin Aljona Savchenko mit ihrem neuen Partner Bruno Massot, die am Freitag trotz Rückenproblemen angreifen will. Nach einem Trainingstest gab die gebürtige Ukrainerin Grünes Licht für die Medaillenjagd. Die Rückenprobleme hatte sie sich bei der Landung nach einem Wurfflip im Allgäu zugezogen. Schmerztabletten mussten helfen.

Der an der Hüfte verletzte Olympia-Achte Peter Liebers hinterließ eine große Lücke, die derzeit kein Deutscher schließen kann. Streubel war nach seinem konditionellen Einbruch im zweiten Teil der Western-Kür zu "Django Unchained" selbstkritisch: "Bis zur WM muss ich viel arbeiten, sonst erreiche ich dort mit dieser Leistung nicht das Finale". Der 24 Jahre alte Soldat sprang zwar gleich zu Beginn vor 7000 Zuschauern in der Ondrej Nepela Arena einen vierfachen Toeloop und einen Dreifach-Axel, am Ende ließ er aber stark nach und bekam nur 196,17 Punkte.

Fernandez überlegen


Weil Fentz (182,59) noch schwächer war und ohne Vierfach-Element blieb, vertritt Streubel die deutschen Farben bei den Weltmeisterschaften Ende März in Boston. Dort wird er einen noch schwereren Stand haben als beim europäischen Championat, das Fernandez zu Musical-Klängen von Frank Sinatra locker mit 302,77 Zählern vor Alexei Bychenko (Israel/242,56) dem Russen Maxim Kowtun (242,21) gewann.

Einen guten Einstand auf der internationalen Eistanz-Bühne erlebten zuvor die Oberstdorfer Kavita Lorenz und Panagiotis Polizoakis. Die schwungvollen deutschen Meister wurden vom Preisgericht auf einen respektablen 13. Einstiegsrang gesetzt. Zugleich knackten sie mit ihrer Punktzahl die Norm für die WM und sicherten sich den einzigen deutschen Startplatz.
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