Ende der Heim-Misere?

Zweitliga-Spitzenreiter FC Ingolstadt ist im Jahr 2015 noch ohne Heimsieg. Nach der Partie am Ostersonntag gegen den FSV Frankfurt will FC-Trainer Ralph Hasenhüttl endlich wieder einen Heimdreier bejubeln. Bild: dpa

Die Aufstiegsfavoriten aus Ingolstadt und Kaiserslautern stehen vor Pflichtaufgaben im eigenen Stadion. Im Kellerduell kann der TSV 1860 zu Hause gegen Aue für eine Vorentscheidung im Abstiegskampf sorgen. Der Club will in Leipzig die Negativserie beenden.

Tabellenführer FC Ingolstadt will seine Heim-Misere in der 2. Fußball-Bundesliga am Ostersonntag beenden. Nach einer Bilderbuch-Hinserie konnten die Oberbayern zuletzt nur eine der vergangenen sechs Partien für sich entscheiden und büßten viel von ihrem komfortablen Vorsprung ein. Zu Hause gab es im Jahr 2015 noch gar keinen Sieg. Nun soll am 27. Spieltag gegen den FSV Frankfurt die Trendwende und damit ein weiterer Schritt Richtung Fußball-Oberhaus gelingen.

"Um zu gewinnen, müssen wir ein sensationelles Spiel abliefern", sagte FCI-Trainer Ralph Hasenhüttl. "Wir brauchen und haben einen klaren Plan. Wir haben uns zuletzt zu Hause unter Wert geschlagen und sind jetzt einfach mal wieder dran, hier im Sportpark zu gewinnen." Der FSV ist seit sieben Spielen ungeschlagen und für Hasenhüttl "das Team der Stunde". Trotzdem komme der Gegner "zur richtigen Zeit", stellte er fest.

Auf den Fersen der Ingolstädter ist ein Verfolgertrio, das vom 1. FC Kaiserslautern angeführt wird. Die Pfälzer empfangen bereits am Samstag den 1. FC Heidenheim und können mit einem Sieg zu Spitzenreiter Ingolstadt aufschließen. Brisant wird es im schwäbisch-badischen Vergleich zwischen dem VfR Aalen und dem Karlsruher SC. Die Aalener stehen nach dem Punktabzug im Abstiegskampf massiv unter Zugzwang. Um den Aufstieg hingegen geht es beim KSC, der derzeit noch Vierter ist. Relegationsrang drei belegt Aufsteiger Darmstadt 98 vor seinem Heimspiel gegen den formstarken VfL Bochum.

"Löwen": Kellerduell

Angst vor dem Abstieg in die 3. Liga haben der TSV 1860 München und Erzgebirge Aue, die am Ostersonntag in der Fröttmaninger Arena zum Abstiegsduell antreten "Drei Punkte am Sonntag wären ein großer Schritt. Nicht mehr und nicht weniger", sagte "Löwen"-Trainer Torsten Fröhling. Unter dem neuen Übungsleiter holten die Münchner bislang acht Punkte aus fünf Spielen.

Im Mittelfeld kommt es zum Duell zwischen dem ambitionierten Neuling RB Leipzig und Absteiger 1. FC Nürnberg, dessen bisherige Spielzeit enttäuschend verlief. Nach zuletzt drei Pleiten fordert Club-Trainer René Weiler vor der Partie am Ostersonntag mehr Konzentration im Abschluss. Das ursprüngliche Ziel Wiederaufstieg hat der FCN bei elf Punkten Rückstand auf den Relegationsrang längst abgehakt. Die internen Querelen um den in der Kritik stehenden Sportvorstand Martin Bader müsse man ausblenden, erklärte Weiler: "Mich hat das nicht tangiert. Ich habe mich nur auf das Team konzentriert."
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