Endlich ein Podestplatz

In der Abfahrt raste Viktoria Rebensburg auf Platz zwei und sorgte nach längerer Zeit wieder für einen Podestplatz für die deutschen Frauen. Bild: dpa

In Technikrennen liefern die deutschen Herren im WM-Winter zuverlässig Podestplatzierungen. Beim Riesenslalom in Alta Badia reichte es zwar nicht, zufrieden waren Neureuther und Co. dennoch. Auch Viktoria Rebensburg feiert Weihnachten mit einem guten Gefühl.

Viktoria Rebensburg freut sich nach ihrem zweiten Platz in der Abfahrt auf die kurze Weihnachtspause, Felix Neureuther geht zuversichtlich in das letzte Rennen vor dem Fest. "Ich kann echt sehr zufrieden sein. Mit noch wenig Training in den Beinen ist das absolut ok", sagte der 30 Jahre alte Skirennfahrer am Sonntag nach Rang fünf beim Riesenslalom in Alta Badia. Am Montag endet für ihn das Rennjahr 2014 mit dem Slalom im etwa drei Stunden entfernten Madonna di Campiglio. "Madonna ist ein großer Klassiker und ein traumhafter Hang, da freue ich mich sehr drauf."

Vor der Abreise gab es für ihn und Fritz Dopfer, der beim Sieg des überlegenen Marcel Hirscher aus Österreich Achter wurde, ein Lob von Wolfgang Maier. "Es gibt nix zu kritisieren. Wenn man so nah dran ist, denkt man, okay, es würde auch für mehr reichen. Aber trotzdem haben sie wieder ein Top-Resultat erzielt", sagte der Alpindirektor des Deutschen Skiverbands. Auf den Franzosen Thomas Fanara und Rang drei fehlten Neureuther 0,25 Sekunden. Zweiter wurde Olympiasieger Ted Ligety aus den USA.

Die Damen mussten auf das erste Podium der Ära nach Maria Höfl-Riesch dagegen lange warten - bis Rebensburg am Samstag in der Abfahrt von Val d'Isère auf den geteilten zweiten Rang raste und nur von US-Star Lindsey Vonn geschlagen wurde. "Ein Highlight fürs Frauenteam", nannte Maier das beste Schussfahrts-Ergebnis in Rebensburgs Karriere.

"Wir haben gedacht, wir sehen das Abfahrtspodium die nächsten zwei, drei Jahre nicht mehr." Elisabeth Görgl aus Österreich hatte wie die 25-Jährige 0,19 Sekunden Rückstand auf Vonn - und konnte sich am Sonntag mit Rang eins im Super-G noch steigern. Zweite wurde Teamkollegin Anna Fenninger, Dritte die Slowenin Tina Maze.

Vonn dagegen schied aus und muss sich auf der Jagd nach dem 62. Weltcup-Erfolg ihrer Karriere weiter gedulden. Noch liegt die Freundin von Golfer Tiger Woods einen Sieg hinter Rekordhalterin Annemarie Moser-Pröll aus Österreich. Auch Rebensburg kam beim Super-G nicht ins Ziel. "Natürlich wollte ich angreifen", berichtete die Riesenslalom-Olympiasiegerin von 2010. "Jeder hat da ein bisschen Schwierigkeiten, da ist eine kleine Welle am Anfang", schilderte sie ihren Ausfall nach Zwischenbestzeit.
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