Endspurt um deutsche Olympia-Bewerbung
Berlin oder Hamburg

Markus Deibler freute sich eher still über sein WM-Gold. Bild: dpa
Der Endspurt von Berlin und Hamburg um die Olympia-Kandidatur für die Sommerspiele 2014 hat begonnen. Den Startschuss dafür gab der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) mit seinem Grundsatzbeschluss, der am Samstag auf der Mitgliederversammlung in Dresden einstimmig gefasst wurde. "Die Teams aus den beiden Städte agieren olympiareif", attestierte DOSB-Präsident Alfons Hörmann den Bewerbern.

"Es ist gut, dass die Entscheidung jetzt näher rückt", sagte Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD). "Wir denken, dass Deutschland mit Berlin gute Chancen hätte. Wir haben ein gutes Konzept."

Zuversichtlich blickt auch Hamburgs Innensenator Michael Neumann (SPD) dem Beginn der nationalen Bewerbungs-Schlussetappe entgegen: "Jetzt steht der Fahrplan fest. Von daher können wir Fahrt aufnehmen. Ich denke, dass Hamburg eine gute Visitenkarte hat."

Nach dem Plan des DOSB wird es in der zweiten Februar-Hälfte 2015 eine zweite repräsentative Bürgerbefragung in den beiden Städten geben. Bei der letzten Umfrage waren 49 Prozent der Bürger in Berlin gegen eine Bewerbung, in Hamburg sprachen sich 53 Prozent dafür aus. Das DOSB-Präsidium will auf Grundlage des neuen Meinungsbildes am 16. März eine Empfehlung für eine Stadt aussprechen, in die auch die Ansichten von Vertretern relevanter Gesellschaftsbereiche wie Gewerkschaften, Kirchen oder Menschenrechtsorganisationen einfließen sollen.

Offiziell wird die Bewerberstadt am 21. März in der Frankfurter Paulskirche gekürt. Dabei soll nur der empfohlene Kandidat noch zur symbolischen Abstimmung stehen - ein Wahl-Showdown wie beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) soll es nicht werden.
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