England, Wales, Nordirland und Irland für Europameisterschaft qualifiziert
Quartett von der britischen Insel

Jubel bei den Iren, die sich durch den 2:0-Sieg gegen Bosnien-Herzegowina zum dritten Mal für die Europameisterschaft qualifizierten. Bild: dpa
Da ließ sich selbst Superman nicht zwei Mal bitten. Nachdem sich die irische Nationalmannschaft am Montag im Play-off-Rückspiel mit einem 2:0 gegen Bosnien-Herzegowina für die Europameisterschaft 2016 qualifiziert hatte, lief Zeugwart Dick Redmond im Outfit des Superhelden in die Kabine und brüllte unter dem Jubel der Spieler: "Ich bin 60, ich werde nach Frankreich gehen."

Zum dritten Mal nach 1988 und 2012 haben die Iren den Sprung zum kontinentalen Turnier geschafft. In Frankreich nehmen damit England, Wales, Nordirland und die Republik Irland teil. Erstmals sind vier Teams von der britischen Insel bei einer Fußball-EM dabei.

Durch den Erfolg gegen Bosnien-Herzegowina konnte die Mannschaft von Trainer Martin O'Neill die zuletzt guten Leistungen fortsetzen. In der Qualifikationsgruppe blieben die Iren gegen Weltmeister Deutschland (1:1 und 1:0) unbesiegt und wurden Dritter. "Die deutsche Nacht war schon wundervoll, die aber durch den heutigen Sieg in den Schatten gestellt wurde. Für so einen Abend lebst du", schwärmte Coach O'Neill.

Jonathan Walters der Held

Held auf dem Platz war Jonathan Walters. Der Stürmer vom englischen Premier-League-Club Stoke City verwandelte in der 24. Minute einen schmeichelhaften Handelfmeter und erhöhte in der 70. Minute auf 2:0. Nach dem 1:1 im Hinspiel im bosnischen Zenica reichten die beiden Treffer des 32 Jahre alten Angreifers für die EM 2016.

Keinen Grund zur Freude gab es beim unterlegenen Gegner aus Bosnien. Wie schon vor der EM 2012 schied die Mannschaft auf der Zielgeraden aus. Vor vier Jahren scheiterte das Land in den Play-offs am späteren deutschen Gruppengegner Portugal. In Sead Kolasinac von Schalke 04 und Emir Spahic (Hamburger SV) standen zwei Bundesliga-Legionäre in der Startformation von Trainer Mehmed Bazdarevic. Doch mehr als eine Großchance durch Senad Lulic (54.) und einem Aluminiumtreffer des eingewechselten Berliners Vedad Ibisevic kam nicht heraus.
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