Erfolgreicher Unterbau

Die Führungskräfte des FC Amberg entwickelten vor vielen Monaten ein Konzept, das langfristig die Etablierung der ersten Mannschaft in der Regionalliga zum Ziel hat. Parallel soll immer mehr auf einer qualitativ hochwertigen Jugendarbeit aufgebaut werden. Inzwischen gibt es die ersten Erfolge zu feiern.

180 Kinder und Jugendliche, aufgeteilt auf zwölf Mannschaften, kicken zur neuen Spielzeit beim FC Amberg. "Wir haben von der F- bis zur A-Jugend jeweils zwei Mannschaften im Spielbetrieb. Immer einen jüngeren und einen älteren Jahrgang", sagt Markus Maier.

Der Jugendleiter des FCA ist mitverantwortlich dafür, dass der Mehrjahresplan der Jugendabteilung erste Früchte trägt. Immerhin schafften sowohl die A-Jugend (U19) als auch die B-Jugend (U17) den Aufstieg in die Landesliga. "Dass die U19 aufsteigt, haben wir uns gewünscht, dass es die U17 ihnen gleichtut, war ein wenig überraschend - aber wir haben das natürlich dankend angenommen", freut sich der 45-Jährige. Ziel sei es, dass es die U19 binnen drei Jahren bis in die Bayernliga schafft.

Lernen von den Großen

Gerade deshalb halten Timo Rost, Coach der Regionalliga-Mannschaft, und Tobias Pinzenöhler, Trainer der zweiten Mannschaft, stets Kontakt zu den Verantwortlichen der A- und B-Junioren. Es gelte, ab der U16 den Übergang von den Junioren über die zweite Mannschaft zur ersten zu koordinieren und zu optimieren.

Die besten Beispiele: Die ehemaligen U19-Spieler Florian Holfelder und Mario Schmien sind bei der Regionalliga-Mannschaft im Training mit dabei, U19-Spieler Martin Popp wurde in der aktuellen Saisonvorbereitung mehrmals eingewechselt. "Der Timo Rost nimmt die Jungs da gerne mit, um ihnen aufzuzeigen, wie groß - trotz guter Ausbildung - der Sprung in den Seniorenbereich ist."

Im Grunde sei es ein "Lernen von den Großen". Dies gelte auch für die Kooperation mit der SpVgg Greuther Fürth. Der FCA baut hier auf eine Zusammenarbeit in der Talentsichtung, -ausbildung und -förderung. "Es findet ein regelmäßiger Austausch statt. Unsere Trainer werden dort geschult, sie hospitieren in Fürth und ich denke, dass sie gerne annehmen", erklärt Maier.

Anforderungen steigen

Im gesamten Jugendbereich lege man Wert auf die Qualität der Ausbilder. "Zwar sind es in der F- und E-Jugend überwiegend die Väter, die die Kinder trainieren. Ab der D-Jugend haben jedoch alle Trainer entsprechende Lizenzen - Jugendtrainerschein, C- oder B-Lizenz - oder sind aktuell dabei, diese Qualifikation zu erwerben. Die müssen den Jungs was beibringen können", sagt Maier.

In der F- und E-Jugend soll das Spielen im Mittelpunkt stehen. Von der D- bis zur bis zur C-Jugend steht die Grundlagenausbildung unter dem Motto "Lernen und anwenden". Ab dann müsse das Gelernte dann umgesetzt, variiert und optimiert werden.

Bei den Kleinsten, also in der F- und E-Jugend, könne jedes Kind, das Fußball spielen will, zum FCA kommen. "Ab der D-Jugend ist es allerdings so, dass Spieler nur nach Sichtung, Probetraining oder Einschätzung der Trainer beim FC kicken können."

Zum Trainerstab der zwölf Jugend-Mannschaften gesellen sich jeweils ein bis zwei Betreuer. Thomas Roth, Torwarttrainer der ersten Mannschaft, hat zudem die Keeper der A- und B-Jugend unter seinen Fittichen. Mit Josef Fleischmann und Lutz Ernemann betreuen zudem zwei erfahrene Trainer FC-Jugendmannschaften, die auch als Coaches am BFV-Stützpunkt in Theuern aktiv sind.

Fleißige Spieler

Ein Stützpunkt - egal ob BFV- oder DFB-Stützpunkt - wäre auch beim FC Amberg denkbar und wünschenswert, allerdings "bräuchten wir dazu bessere räumliche Voraussetzungen", gibt Maier zu bedenken. Im Klartext: "Ein Platz mehr, im Idealfall ein Kunstrasenplatz, müsste her. Dann würden wir uns darum auch bemühen. Das Thema scheitert aktuell aber einfach an der Platzbelegung: Wir sind ja jetzt schon ausgebucht!"

Aktuell stehen den 14 Mannschaften für den Trainingsbetrieb der TV-Platz, der C-Platz hinter dem Fitnessstudio, teilweise der ESV-Platz sowie ein Sandplatz zur Verfügung. "Gerade dienstags und donnerstags wird es immer eng!" Das liege auch daran, dass durch die Bank in allen Jahrgängen der Trainingsbesuch überdurchschnittlich hoch ist. "Unsere Trainer führen fleißig Statistik. Klar, Schule geht vor, aber wir sind wirklich stolz darauf, dass wir eine Trainings-Beteiligung von 70 bis 90 Prozent haben", freut sich Maier.
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