Erneut Krawalle in Rostock
Fußball

Rostock.(dpa) Hansa Rostock muss nach den schweren Ausschreitungen beim Drittliga-Spiel gegen den 1. FC Magdeburg erneut mit Strafen des Deutschen Fußball-Bundes rechnen. "Das war ein Rückfall in die Steinzeit. Wir arbeiten an allen Ecken und Enden, um das Thema aufzuarbeiten", sagte Hansa-Sportdirektor Uwe Klein am Donnerstag.

Fans beider Vereine hatten sich bei der Partie am Mittwochabend mit Feuerwerkskörpern beschossen. Chaoten zündeten Böller und Rauchbomben, die das Spielfeld total einnebelten. Schiedsrichter Sven Jablonski musste die Partie zweimal für insgesamt rund 17 Minuten unterbrechen. Das Spiel stand vor dem Abbruch.

Als erste Konsequenz aus den Vorfällen bleibt beim nächsten Heimspiel in Rostock am 3. Oktober gegen Dynamo Dresden die Südtribüne geschlossen. Damit sperrt Hansa rund 2500 der teilweise zur Ultraszene zählenden Fans von dem Ost-Duell aus. Karten, die bereits verkauft sind, werden nicht ersetzt, sagte Clubchef Michael Dahlmann. Diese Maßnahme kostet den Verein etwa 27 000 Euro.

Alle Sicherheitsmaßnahmen hatten zuvor die Krawalle nicht verhindern können. So waren die Einlasskontrollen verschärft, Sprengstoff-Spürhunde eingesetzt und Karten nur an Anhänger aus Mecklenburg-Vorpommern verkauft worden. "Wir werden die Geschehnisse intern und mit den Sicherheitsbehörden bewerten. Und dann kommt ja noch ein Verfahren seitens des Deutschen Fußball-Bundes auf uns zu", sagte Dahlmann. Nach dem Abpfiff der Partie gingen die Randale in der Rostocker Innenstadt weiter.

Gladbach verlängert mit Eberl

Mönchengladbach.(dpa) Bundesligist Borussia Mönchengladbach hat einen Tag nach dem ersten Saisonsieg gegen den FC Augsburg den Vertrag mit Sportdirektor Max Eberl verlängert. Wie der Club am Donnerstag mitteilte, läuft der ohnehin noch bis 30. Juni 2017 gültige Kontrakt nun für weitere drei Jahre bis 2020. "Max Eberl ist verantwortlich für die sportliche Entwicklung von Borussia Mönchengladbach in den vergangenen Jahren. Wir sind sehr zufrieden mit seiner Arbeit und freuen uns auf die langfristige weitere Zusammenarbeit", teilte Präsident Rolf Königs mit.

Özil-Kritik an Transfer-Wahnsinn

London.(dpa) Fußball-Weltmeister Mesut Özil sieht die Inflation bei den Transfersummen kritisch. "Kein Mensch auf der Welt ist 50 Millionen Euro wert", sagte der Nationalspieler. Özil war vor zwei Jahren selbst für diese Summe von Real Madrid zum FC Arsenal nach London gewechselt. Der Mittelfeldspieler sieht durch die Entwicklung mit immer neuen Transferrekorden die Glaubwürdigkeit des Fußballs gefährdet.
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