Erst Vater, dann der Rekord

Dirk Nowitzki zeigt einen Dreier an: Der Deutsche knackt in der NBA einen Rekord nach dem anderen. Bild: dpa

Dirk Nowitzki hat bewegende Stunden hinter sich. Am Montag brachte seine Frau Jessica Sohn Max zur Welt, am Dienstag stellte der Würzburger eine weitere NBA-Bestmarke auf. Und das mit tiefen Rändern unter den Augen.

Dirk Nowitzki sah ein bisschen müde aus, denn viel geschlafen hatte der Würzburger in den vergangenen Tagen nicht. Nach der unnötigen Niederlage in Phoenix war Deutschlands Basketball-Star erst in der Nacht zum Montag zurück nach Hause nach Dallas gekommen. Den Tag verbrachte er dann im Krankenhaus bei seiner Frau Jessica, die am Montag das zweite Kind der beiden, Sohn Max, auf die Welt brachte. "Ein gesundes Kind ist ein Segen. Es ist eine spezielle Zeit für mich und meine Familie", sagte Nowitzki am Dienstag (Ortszeit).

Nicht viel Schlaf

Im Duell mit dem Texas-Rivalen San Antonio war dem 36-Jährigen der mangelnde Schlaf aber nicht anzumerken. Beim wichtigen 101:94 kam Nowitzki auf 15 Punkte und 13 Rebounds und stellte damit wenige Stunden nach der Geburt seines Sohnes eine weitere sportliche Bestmarke auf: Nowitzki ist der erste NBA-Spieler, der in seiner Karriere mehr als 25 000 Punkte, 10 000 Rebounds, 1000 Blocks und 1000 Drei-Punkte-Würfe verbuchte.

"Schlechtester Rebounder"

"Das ist ziemlich unglaublich", sagte der Kapitän der Mavericks. "Als ich in die USA kam, war ich glaube ich der schlechteste Rebounder mit einer Größe von über zwei Metern in der ganzen Liga", sagte Nowitzki schmunzelnd. "Aber irgendwann habe ich gelernt, meine Größe ab und zu richtig einzusetzen."

10 000 Rebounds hatten in der NBA-Historie zuvor erst 36 Spieler geschafft. Nowitzki erzielte in anderthalb Jahrzehnten für die Mavs 27 960 Punkte, 10 004 Rebounds, 1123 Blocks und 1564 Drei-Punkte-Würfe.

Doch wie immer hielt sich der NBA-Champion von 2011 nicht lange mit den persönlichen Bestwerten auf, sondern rückte die Bedeutung des Erfolges für das Team in den Mittelpunkt. "Der Sieg war für uns sehr wichtig, um uns als Gruppe wieder gut zu fühlen", sagte Nowitzki.

Nach der Pleite in Phoenix hatte Coach Rick Carlisle seine Spieler heftig kritisiert und den Charakter der Mannschaft öffentlich infrage gestellt. Doch gegen den Titelverteidiger zeigten die Mavs angeführt von Topscorer Monta Ellis (38 Punkte) Moral und erholten sich auch von ihrem schwachen Start und dem mit 17:29 verlorenen ersten Viertel. "Es ist wichtig, dass wir mit Blick auf die Playoffs das Momentum auf unsere Seite bekommen", sagte Nowitzki.
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