"Es muss knallen"

Beim Zweitliga-Finale in Karlsruhe sorgten nur die "Löwen"-Fans für Aufregung. Auf dem Platz zeigten sich die Münchner nicht zweitligatauglich. Das muss sich in der Reglegation gegen Kiel ändern. Bild: dpa

In Karlsruhe präsentiert sich 1860 München beim 0:2 nicht zweitligareif. Dank Hilfestellung aus Heidenheim dürfen die "Löwen" weiter auf den Klassenverbleib hoffen - beim Wiedersehen mit Kiel.

Der Kapitän sprach Klartext. "Wenn du so in Kiel auftrittst, bekommst du auf die Fresse", prophezeite Christopher Schindler nach der Fehlleistung des TSV 1860 München beim 0:2 (0:1) gegen den Karlsruher SC im Vorausblick auf das Hinspiel in der Relegation am kommenden Freitag beim Dritten der 3. Fußball-Liga. Zwei weitere Endspiele gegen den Abstieg aus der 2. Bundesliga dürfen die "Löwen" als Tabellen-16. bestreiten. Und in Kiel wird es darum gehen, für das entscheidende Rückspiel am Dienstag kommender Woche in München eine gute Basis zu schaffen.

"In der Mannschaft muss es knallen", forderte Innenverteidiger Schindler noch in Karlsruhe. Schon am Montag wurden seine Worte erhört: Angreifer Rodri verpasste Ersatztorhüter Stefan Ortega im Training auf dem Vereinsgelände eine Watschn. Daran sehe man, dass es auch in der Mannschaft "Explosionen" gebe, sagte Trainer Torsten Fröhling nach der Übungseinheit zu dem Vorfall.

27 771 Zuschauer im ausverkauften Karlsruher Wildparkstadion waren dagegen am Pfingstsonntag Zeuge geworden, wie die Rettung nicht funktionieren wird. Ein Eigentor von Verteidiger Kai Bülow 9. Minute und ein Treffer des Spaniers Manuel Torres (70.) entschieden die Partie, die kurz nach dem 2:0 wegen Böllerwürfen im Gästeblock für zwei Minuten unterbrochen werden musste.

Der KSC kämpft nun als Tabellendritter gegen den Hamburger SV um den Bundesliga-Aufstieg. 1860 dagegen hatte es der Hilfestellung des FC Heidenheim zu verdanken, das er eine weitere Überlebenschance bekam. Heidenheim spielte 2:2 gegen Erzgebirge Aue. Die mit den "Löwen" punktgleichen Sachsen stiegen ab. "Dank anderer sind wir noch in der Relegation und können die Liga aus eigener Kraft halten", resümierte Trainer Torsten Fröhling, sagte am Pfingstsonntag aber auch: "Jetzt müssen wir es aber selbst regeln!"

Die "Löwen"-Profis wissen, was sie im 11 000 Zuschauer fassenden Holstein-Stadion erwartet. In der ersten Runde des DFB-Pokals gewannen sie beim Drittligisten zu Saisonbeginn mit 2:1. Ricardo Moniz saß damals noch als Trainer auf der Bank.
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