EU-Parlament: Blatter soll sofort gehen

Der Fußball-Weltverband Fifa hat sich "total überrascht" gezeigt von der Forderung des EU-Parlaments nach einer sofortigen Ablösung ihres Präsidenten Joseph Blatter. Der noch amtierende Fifa-Chef schließt seinen sofortigen Rücktritt weiter aus. Aufgrund der speziellen Umstände, in der sich die Fifa befindet, werde er sein Mandat erst auf einem Wahlkongress niederlegen.

Blatter sei darauf fokussiert sicherzustellen, dass "unumgängliche Reformen durchgesetzt werden und ein neuer Präsident gewählt wird". Der Weltverband wird am 20. Juli festlegen, wann der Blatter-Nachfolger gewählt wird. Das EU-Parlament hatte am Donnerstag in seltener Einmütigkeit der sieben Fraktionen den sofortigen Rücktritt Blatters gefordert. Verlangt wird zudem eine "Nulltoleranz-Politik in Bezug auf Korruption im Sport". Eine Reform der Strukturen und Verfahren der Fifa sei dringend erforderlich. Außerdem werden gefordert: Eine "externe und unabhängige Finanzprüfung" und Begrenzung von Amtszeiten. Schließlich war Blatter bis zu seinem Rücktritt nach der Wiederwahl 17 Jahre im Amt.

Unterdessen wurde bekannt, dass Mediendirektor Walter De Gregorio den Weltverband verlassen wird. De Gregorio gebe "ab sofort sein Amt als Direktor Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit ab", hieß es in einer Mitteilung der Fifa. De Gregorio hatte im September 2011 den Posten übernommen.
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