Europa-League kein gutes Pflaster

Wolfsburgs Kevin De Bruyne bejubelt seinen spektakulären Ausgleichstreffer zum 1:1 gegen OSC Lille. Wegen der Überlegenheit kann der VfL mit dem Remis nicht zufrieden sein. Ebenso die Mönchengladbacher mit dem 1:1 in Zürich. Bild: dpa

Für das deutsche Europa-League-Duo wächst langsam der Druck. Konnte Mönchengladbach mit dem 1:1 in Zürich zumindest die erste Saisonpleite vermeiden, war der Wolfsburger Ärger nach dem 1:1 gegen Lille groß. Beide Bundesligisten ließen viele Torchancen aus.

Frust in Wolfsburg, Enttäuschung bei Borussia Mönchengladbach. Auch nach dem zweiten Spieltag in der Europa-League warten die beiden Fußball-Bundesligisten weiter auf ihren ersten Sieg. "In den nächsten Spielen stehen wir etwas mehr unter Druck. Die Gruppe ist sehr eng", erklärte Gladbach-Sportdirektor Max Eberl, dessen Team beim 1:1 gegen den FC Zürich zumindest die erste Saisonniederlage vermeiden konnte.

Spektakulärer Ausgleich

Ein 1:1 erreichten auch die Wolfsburger gegen OSC Lille, trauerten indes ihren vergebenen Torchancen hinterher. "Es ist eine Schande, denn wir haben gut gespielt und hätten es verdient gehabt, zu gewinnen", meinte Kevin De Bruyne. Er rettete Wolfsburg mit seinem spektakulären Volleytreffer aus rund 20 Metern in der 82. Minute noch einen Punkt. "In dem Moment, wenn du den Ball gut triffst, weißt du, dass er reingeht", berichtete der belgische Angreifer über den technisch vollendeten Treffer.

Angesichts der vielen ungenutzten Chancen und der drückenden Überlegenheit konnten De Bruyne und seine Kollegen trotz des späten Ausgleichs nicht glücklich sein. Ein Punkt nach zwei Gruppenspielen ist für den Europapokal-Rückkehrer zu wenig, auch wenn es nach dem umstrittenen Handelfmeter von Divock Origi (76.) noch schlimmer hätte kommen können. Vor der schweren Russland-Reise in drei Wochen zum Spiel bei FK Krasnodar ist der VfL Letzter der Gruppe H.

Gegen Lille präsentierten sich die Niedersachsen allerdings schwungvoll. Diese Leistungssteigerung macht den Wolfsburgern Mut. "Wenn wir so weiterspielen, dann werden wir die nächsten Spiele gewinnen", formulierte es Klaus Allofs. Der Manager forderte angesichts des Bundesligaspiels am Sonntag gegen Augsburg: "Wir müssen weiter machen, wir müssen es weiter versuchen. Dann kommen wir voran, da bin ich ganz sicher."

Sonntag gegen Mainz

Wenig Zeit zum Nachdenken hat auch die Borussia, die in Zürich im elften Pflichtspiel seit Saisonbeginn unbesiegt blieb. Match zwölf steht bereits am Sonntag gegen den FSV Mainz 05 an. Nach der Rückkehr am Freitag waren die meisten Spieler schon mit den Gedanken beim nächsten Gegner. "Das wird ein Spiel auf Augenhöhe", meinte Max Kruse vor dem Duell des Bundesliga-Zweiten gegen den -Vierten. Da wird Trainer Lucien Favre, der in der Schweiz gegen seinen ehemaligen Club fünf neue Spieler in die Startelf stellte, erneut ein wenig rotieren, zumal die leicht angeschlagenen Profis Raffael, Christoph Kramer und wohl auch Fabian Johnson wieder zur Verfügung stehen.

Schnelle Torfolge

Die Gladbacher kassierten in Zürich schon in der 23. Minute das 0:1 durch Franck Etoundi. Doch keine zwei Minuten später traf Havard Nordtveit aus 25 Metern mit einem Sonntagsschuss zum 1:1. Den verpassten Punkte-Dreier hatte sich die Borussia allerdings selbst zuzuschreiben. Neben Kruse vergaben im zweiten Abschnitt noch Granit Xhaka, André Hahn, Branimir Hrgota und Martin Stranzl gute Chancen zum Siegtreffer. "Beim Abschluss hat uns die Geilheit gefehlt, das zweite Tor zu machen. Das ist ärgerlich", befand Eberl. Damit sind die Gladbacher hinter dem FC Villarreal (4 Punkte) und Apollon Limassol (3) zunächst auf Rang drei zurückgefallen.
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