Ewig junges Duell

Lena Goeßling guckt etwas skeptisch: Dabei war auch der WM-Auftakt der Mittelfeldspielerin sehr erfreulich. Bild: dpa

Das zweite WM-Gruppenspiel gegen Norwegen hat für die DFB-Frauen schon Finalcharakter. Der Gewinner hat den Gruppensieg und den Achtelfinal-Einzug praktisch in der Tasche.

Jetzt wird's ernst: Nach dem lockeren 10:0-Aufwärmspiel gegen die Elfenbeinküste ist Norwegen bei der WM in Kanada für die deutschen Fußball-Frauen ein Gegner von ganz anderem Format. "Wir kennen die Norwegerinnen ja schon sehr lange. Sie haben eine ganz andere Spielweise als die Elfenbeinküste, sind härter in den Zweikämpfen und taktisch viel besser", beschreibt Simone Laudehr nur einige Qualitäten des zweiten Gruppen-Gegners am Donnerstag (22 Uhr MESZ/ARD) in Ottawa.

Keine Zweifel lässt die 28 Jahre alte Mittelfeldspielerin daran, dass man selbstbewusst gegen den Dauerrivalen zu Werke gehen werde: "Wir wollen das Spiel dominieren." Und Bundestrainerin Silvia Neid betonte am Mittwoch unmissverständlich, dass es kein Taktieren gibt: "Wir wollen Gruppenerster werden."

Immer gegen Norwegen

Gegen kein anderes Team der Welt hat Deutschland so oft gespielt wie gegen Norwegen. In 38 Duellen siegten die DFB-Frauen 20 Mal, 14 Partien gingen verloren. Ewiges Déjà-vu! "Ich kann mich kaum erinnern, dass wir bei großen Turnieren oder in der Qualifikation mal nicht gegen Norwegen gespielt hätten", betonte Topstürmerin Celia Sasic. Das bis dato letzte große Treffen liegt nur zwei Jahre zurück. Im EM-Finale in Solna setzte sich die Auswahl von Silvia Neid mit 1:0 durch und feierte den achten Kontinental-Titel.

Siegtorschützin war Anja Mittag. Klar, dass sich die 30-Jährige noch bestens an den triumphalen Augenblick am 28. Juli 2013 erinnert. Das Datum hat sie sich sogar auf den Arm tätowieren lassen. Zu Beginn der zweiten Spielhälfte für Lena Lotzen eingewechselt versenkte Mittag den Ball in der 49. Minute mit der ersten Berührung zum 1:0 im Netz. Der Pass zum EM-Coup kam von Celia Sasic, die seinerzeit noch mit Nachnamen Okoyino da Mbabi hieß. Sasic und Mittag glänzten mit drei Toren gegen die Elfenbeinküste. Für Neid ist aber Mittelfeldspielerin Lena Goeßling genauso wichtig. Gegen die Afrikanerinnen zog die Wolfsburgerin im Mittelfeld geschickt die Fäden und glänzte durch kluge Vorstöße. Deswegen wurde sie von den Fans vor den Dreifach-Torschützinnen zur Spielerin des Spiels gewählt.
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