Ex-Bezirksligisten wollen zurück

Die Sportfreunde Kondrau (links Dominik Sellner) gewannen das Derby gegen den TSV Konnersreuth (rechts Oliver Schicker) mit 2:1. Bild: heh

In der Kreisliga Süd bekräftigen die drei Bezirksliga-Absteiger, dass sie nach dieser Saison die Kreisebene wieder verlassen möchten. Das Führungstrio, bestehend aus der SpVgg Wiesau, dem TSV Thiersheim und dem FC Rehau, landete Siege.

Tirschenreuth. (cst) Ist die Kreisliga Süd nur ein kurzes Intermezzo? Das könnte für die drei Bezirksliga-Absteiger gelten, sie führen nach dem sechsten Spieltag die Tabelle durch weitere Erfolge an. Die SpVgg Wiesau (1. Rang/16 Punkte) ist durch das 3:2 im Nachholspiel am Freitag beim FC Lorenzreuth (8./8) und dem 3:1 am Sonntag gegen den TV Selb-Plößberg (6./10) wieder Tabellenführer. Während der TSV Thiersheim (2./15) ein lockeres 6:0 über den FSV Tirschenreuth feierte, war es für den FC Rehau (3./15) beim 1:0 über den SV Steinmühle ein hartes Stück Arbeit.

Im Tabellenkeller befindet sich weiterhin Vorjahres-Vize TSV Konnersreuth (15./3). Im Derby bei den Sportfreunden Kondrau (10./7) gab es für die Gebhard-Elf mit 1:2 die fünfte Saisonpleite. Den ersten Saisonsieg feierte dagegen der TSV Waldershof (11./4) mit 4:1 im Kellerduell beim SC Mähring (16./3).

SF Kondrau       2:1 (1:0)       TSV Konnersreuth
Tore: 1:0 (32.) Kevin Schoof, 2:0 (49.) Kevin Schoof, 2:1 (82./Elfmeter) Matthias Härtl - SR: Peter Kemnitzer (Regnitzlosau) - Zuschauer: 160

(msb) Nach einer guten Anfangsphase kamen die Sportfreunde durch den frühen Ausfall eines Defensivakteurs außer Tritt. Konnersreuth wurde stärker und kam kurz nacheinander zwei Mal gefährlich vor das heimische Tor. Kondrau brauchte eine gewisse Zeit, um wieder ins Spiel zurückzufinden. Nach einer schönen Kombination gingen die SF in Führung. Das Spiel war zu diesem Zeitpunkt ausgeglichen. Kurz nach Wiederanpfiff erhöhten die Hausherren und setzten die gute kämpferische Leistung aus der ersten Hälfte fort. Nun versuchte der Gast den Druck zu erhöhen, doch die Heimelf stand meist gut und ließ kaum gefährliche Situationen zu. Kondrau hatte mehrfach die Entscheidung auf dem Fuß, konnte aber klare Chancen nicht verwerten. Der TSV steckte nicht auf, doch mehr als für den Anschlusstreffer per Strafstoß reichte es nicht.

SC Mähring       1:4 (1:1)       TSV Waldershof
Tore: 1:0 (1.) Kliment, 1:1 (26.) Berger, 1:2 (66.) Berger, 1:3 (75.) Dotzauer, 1:4 (89.) Dotzauer - SR: Fuchsstadt (Hof) - Zuschauer: 75 - Gelb-Rot: (42.) Schmeller (SC)

Die Partie begann ganz nach dem Geschmack der ersatzgeschwächten Heimelf. Bereits in der ersten Minute fiel der Führungstreffer. Dieser gab Sicherheit und der SC spielte weiter gefällig nach vorne. Die Chancen, die Führung gegen eine wackelige Gästeabwehr auszubauen, waren vorhanden. Doch dann erzielten die Gäste mit einer ihren wenigen Möglichkeiten das 1:1. Nach der Halbzeit gab es Aufregung, als ein Schuss der Heimelf hinter der Linie geklärt wurde, der Schiedsrichter jedoch auf Zeichen seines Assistenten den Treffer nicht gab. Danach gab es eine weitere strittige Abseitsentscheidung gegen den SC und es wurde hektisch. In dieser Phase wurde der TSV stärker und ging durch Berger in Führung. Als Dotzauer zum 3:1 traf, war die Partie gelaufen. Das 4:1 in der letzten Minute, ebenfalls durch Dotzauer, bedeutete den Endstand. Das Ergebnis fiel am Ende etwas zu hoch aus, wobei die Hausherren nicht in der Lage waren, die Ausfälle zu kompensieren.

SpVgg Wiesau       3:1 (0:1)       TV Selb-Plößberg
Tore: 0:1 (4.) Nendza, 1:1 (47.) Brunner, 2:1 (67.) Brunner, 3:1 (78.) Höppler - SR: Ulrike Schraml (SC Luhe-Wildenau) - Zuschauer: 90 - Rot: (82.) Worschischek (TV) Tätlichkeit

(mvo) Unterschiedlicher können zwei Halbzeiten kaum sein. Nach der schnellen Führung durch Nendza, die bis zur Pause Bestand hatte, glaubte kaum einer der heimischen Fans an einen Punktgewinn. Nach der klaren Ansprache des Trainers kam die Mannschaft wie verwandelt aus der Kabine. Fabian Bartl, der Wiesauer Spielmacher, bereitete vor und zwei Mal Brunner sowie Höppler konnten sich bei ihm für starke Vorlagen bedanken, die sie nur noch einzuschieben brauchten. Selb war nicht wiederzuerkennen im Vergleich zur ersten Halbzeit. Beim TV lief gar nichts mehr zusammen. Ausschlaggebend für diesen wichtigen Sieg war die starke Leistung von Bartl, der Abwehr um Alexander Bächer sowie der Urlaubsvertretung im Tor, Andreas Käs. Erwähnenswert ist auch die hervorragende Leitung der Schiedsrichterin Ulrike Schraml.

VfB Arzberg       1:0 (1:0)       ATSV Tirschenreuth
Tor: 1:0 (32./Foulelfmeter) Florian Graf -SR: Hohberger (ATS Selbitz) -Zuschauer: 80 -Gelb-Rot: (82.) Pavel Hromir, Patryck Ksiazka (89.) (beide ATSV)

(rwa) Die Partie begann mit einem Paukenschlag, als Tirschenreuth bereits in der ersten Minute ins Tor traf. Jedoch entschied der Linienrichter auf Abseits. Nach zwei weiteren guten Gelegenheiten für die Gäste kam Arzberg besser in die Partie. Dennoch brachte der VfB keine Sicherheit ins Spiel. Nach einem schönen Spielzug konnte Lindner nur durch ein Foul gebremst werden. Den Elfmeter verwandelte Graf. Zu Beginn der zweiten Hälfte konnte sich die Heimelf bei Torwart Riedl bedanken, der zwei Mal bravourös gegen durchgebrochene Gäste klärte. Im weiteren Verlauf war die Heimelf spielbestimmend, nutzte aber ihre jetzt zahlreichen Chancen nicht. Die Kreisstädter schwächten sich in der Schlussphase durch Undiszipliniertheiten selbst.

FC Tirschenreuth       3:0 (2:0)       FC Lorenzreuth
Tore: 1:0 (3.) Thomas Weiß, 2:0 (39.) Alexander Wölfl, 3:0 (56.) Thomas Weiß - SR: Thorsten Fischer (ATS Hof/West 07) - Zuschauer: 100

(wga) Die Platzherren zeigten von Anfang an ein gefälliges Zusammenspiel mit schönen Kombinationen. Schon nach wenigen Minuten gingen die Kreisstädter durch ihren gefährlichsten Stürmer Weiß in Führung. Anschließend wurden noch mehrere Chancen vergeben, ehe Alexander Wölfl kurz vor der Halbzeit im Nachfassen erhöhte. Gästestürmer Thomas Schraml konnte zwei Mal die Viererkette durchbrechen, scheiterte aber dann an Torwart Pecher und Verteidiger Illner. Auch nach der Pause dominierten die Einheimischen, die nach dem dritten Treffer einen Gang zurückschalteten, aber trotzdem noch viele Möglichkeiten hatten. Gästetorwart Valentin Schinner zeigte ein gutes Stellungsspiel und verhinderte eine höhere Niederlage.
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