Ex-Hamburger David Wolf schafft Sprung in den NHL-Kader der Calgary Flames
Kindheitstraum erfüllt

David Wolf, hier noch im Trikot der Hamburg Freezers, schaffte bei den Calgary Flames den Sprung in das NHL-Team. Bild: dpa
Seinen Platz in der Flames-Kabine hat er bereits hergerichtet. Der Helm mit der Nummer 45 liegt oben im Regal, darunter steht in weißer Schrift auf einem orangefarbenen Schild: David Wolf. Der frühere Eishockey-Profi der Hamburg Freezers ist in den NHL-Kader der Calgary Flames berufen worden, sein Kindheitstraum hat sich damit erfüllt. "Als ich von der Berufung erfahren habe, habe ich fast zu weinen begonnen", sagte Wolf der "Calgary Sun". Zum erträumten Debüt ist es am Dienstag gegen die Buffalo Sabres noch nicht gekommen. Eine weitere Chance bietet sich aber am Donnerstag gegen Minnesota Wild.

Die Flames hatten Wolf am zurückliegenden Wochenende vom Farmteam der Adirondack Flames aus der Nachwuchsliga AHL in die NHL hochgezogen. "Der große, böse Wolf ist richtig gut", sprach Calgary-Coach Bob Hartley anerkennende Worte über den 25-Jährigen und lobte: "Vom Zeitpunkt an als er hierherkam und sich an die Eisfläche und die AHL sowie das Trainingscamp gewöhnte, hat er sich toll entwickelt." In 35 Matches erzielte der gebürtige Düsseldorfer zwölf Tore und bereitete neun vor.

Heißsporn in Hamburg

Der aus Hamburger Tagen als Heißsporn bekannte Wolf freute sich über seinen Aufstieg in den NHL-Kader. Sollte Wolf für Calgary aufs Eis geschickt werden, wäre er in dieser Saison der vierte Deutsche nach Tobias Rieder (Arizona), Korbinian Holzer (Toronto) und Rob Zepp (Philadelphia), der den Sprung von der AHL in die NHL geschafft hat.

Im September des vergangenen Jahres hatte Wolf den Wechsel von der Deutschen Eishockey Liga (DEL) nach Nordamerika gewagt. Der Flügelstürmer hatte mit drei starken Spielzeiten bei den Hamburg Freezers die Scouts auf sich aufmerksam gemacht und daraufhin bei den Calgary Flames unterschrieben. Während der Saisonvorbereitung wechselte Wolf zu den Adirondack Flames in die Nachwuchsliga AHL, um Spielpraxis zu sammeln. "Davon war ich ohnehin ausgegangen. Wer jahrelang in Europa gespielt hat, braucht etwas Zeit, um sich an das Spiel in Amerika zu gewöhnen", meinte er verständnisvoll.
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