Ex-Profi als Nachfolger von Christian Stadler
Tomas Galasek trainiert SpVgg SV

Tomas Galasek.
Weiden. Bleibt er? Geht er? Gibt es einen neuen Trainer? Falls ja, wer? Die Gerüchteküche in den letzten Tagen und Wochen um den Fußball-Bayernligisten SpVgg SV Weiden brodelte. Seit Mittwochnachmittag ist es amtlich: Christian Stadler wird künftig den neu geschaffenen Posten des Sportdirektors bei den Schwarz-Blauen bekleiden. Seinen Job als Trainer übernimmt mit sofortiger Wirkung der Nürnberger Ex-Profi Tomáš Galásek.

„Wir haben die Situation im Verein gründlich analysiert und aufgearbeitet. Nach den erfolgreichen letzten Jahren wollen und müssen wir für die Zukunft noch professionellere Strukturen schaffen. Nur so können wir den Verein weiter voranbringen und in unserer Entwicklung den nächsten Schritt machen“, erklärt Stadler seine Beweggründe, das Traineramt gegen das des Sportdirektors einzutauschen. Sicherlich sei es kein leichter Schritt gewesen, aber: „Mein Herz schlägt für die SpVgg SV. Und nach vier Jahren als Trainer ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um diese Umstrukturierung vorzunehmen“, erklärt Stadler weiter.

Die sportliche Führungsebene mit Stadler und Thomas Binner als Sportlichen Leiter wird somit gestärkt und ausgebaut. „Der Gedanke, hier uns weiter zu professionalisieren, war schon länger dagewesen. Wir haben für die Zukunft viele Ziele und stellen jetzt die Weichen dafür“, so der 42-Jährige weiter.
Unter seiner Regie schaffte die SpVgg SV nach der Insolvenz der „alten SpVgg“ seit der Saison 2010/11 den Aufstieg von der Bezirksoberliga in die Landesliga Nordost und anschließend den sofortigen Durchmarsch in die Bayernliga Nord. Dort belegte die Mannschaft in der Spielzeit 2013/14 als Aufsteiger mit 58 Punkten den fünften Platz, ehe in der abgelaufenen mit 60 Zählern sogar Rang 4 und das Bayerische Totopokal-Finale zu Buche standen – eine Erfolgsgeschichte, die jetzt für Stadler an anderer Position weitergehen soll.

Ebenfalls seinen Anteil dazu beitragen will der neue Trainer der SpVgg SV, Tomáš Galásek. Er ist am Freitag erstmals in Weiden und wird das Training leiten und schließlich am Sonntag zum Heimspiel um 17 Uhr gegen den Drittliga-Absteiger SSV Jahn Regensburg erstmals auf der Bank sitzen. Ab 19 Uhr wird er der 42-Jährige bei der öffentlichen Pressekonferenz am Kiosk hinter der Haupttribüne offiziell vorgestellt.

Mit Galásek kommt ein junger und ehrgeiziger Trainer ans Wasserwerk, der am Mittwoch die letzten Modalitäten mit seinem bisherigen Verein, dem Nordost-Landesligisten FSV Erlangen-Bruck, geregelt hat. Seinem Wechsel in die Oberpfalz steht nun nichts mehr im Wege. Der Ex-Profi trainierte zuletzt die U15-Bayernliga-Elf des FSV, in der auch sein Sohn spielt. Seit 2013/14 fungierte er als Co-Coach des Regionalligisten 1. FC Schweinfurt, zudem war er in gleicher Funktion bei der tschechischen Nationalmannschaft tätig.
Als aktiver Spieler lief er für Banik Ostrava, Willem II Tilburg und Ajax Amsterdam auf, wobei er mit den Niederländern in sechs Jahren zweimal Landesmeister und zweimal Pokalsieger wurde. Mit Tschechien nahm er an der WM 2006 teil.

Zur Saison 2006/07 wechselte Galásek in die 1. Bundesliga zum 1. FC Nürnberg, wo er schnell zum Leistungsträger und Publikumsliebling avancierte und bei den Franken bis 2008 blieb. Im gleichen Jahr stand er wieder im tschechischen Aufgebot. Es folgte ein Kurzintermezzo bei Banik Ostrava, ehe er sich Borussia Mönchengladbach anschloss. Am letzten Tag der Wechselfrist zur Saison 2009/10 schloss er sich dem damaligen Bayernligisten FSV Erlangen-Bruck an, bevor er im Juli 2012 das Ende seiner aktiven Karriere verkündete.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.