Fanclub "Rosenquarz" feiert Ersatzkeeper Pepe Reina - Spanier lässt sein Arbeitsgerät da
Die Nummer 2 in Pleystein die Nummer 1

Der Bub im Manuel-Neuer-Trikot (rechts) lauert schon. Natürlich bekam auch er von Pepe Reina (links) in Pleystein ein Autogramm. Bild: Maier
José Manuel Reina, den alle nur Pepe nennen, hat natürlich auch kein Problem mit dem richtigen Manuel Neuer. "Wir fördern uns gegenseitig, wir ermutigen uns", erzählte der spanische Torhüter am Samstag in Pleystein (Kreis Neustadt/WN) über den Trainingsalltag mit dem deutschen Nationaltorhüter. Reina wusste vor Saisonbeginn, als er vom FC Liverpool (von dort war er an Neapel ausgeliehen) zum FC Bayern wechselte, dass er gegen Neuer wohl keine Chance haben werde. "Aber ich kann auch von ihm noch etwas lernen", sagte der 32-Jährige über seinen jüngeren Konkurrenten.

Maria und Pepe

In München ist Pepe Reina, die Nummer 2, in Pleystein war er am Samstag klar die Nummer 1. Vor den Anhängern des Fanclubs "Rosenquarz" wurde er mit Geschenken überhäuft, brachte aber auch selbst welche mit. Sogar seine Fußballschuhe und Torwarthandschuhe ließ er da. "Die werden einen schönen Platz bekommen", versprach Jürgen Beer. Der Fanclub-Chef hatte dafür gesorgt, dass es keine Sprachprobleme gab. Maria (Weig) war die wichtigste Bezugsperson Reinas. Die junge Spanisch-Studentin aus Pleystein hatte auch die Fußballfachbegriffe drauf. Reina plauderte aber auch ganz locker über das leben - sein neues in München.. "Sehr, sehr, sehr teuer", sagte er in Deutsch über den Lebensstandard in der Landeshauptstadt. Der Spanier wird sich's locker leisten können.

In München ist Pepe Reina, die Nummer 2, in Pleystein war er am Samstag klar die Nummer 1. Vor den Anhängern des Fanclubs "Rosenquarz" wurde er mit Geschenken überhäuft, brachte aber auch selbst welche mit. Bilder: Walter Beyerlein

Immerhin ist einer der Großen der Branche, wurde mit Spanien Welt- und Europameister. Trotz seiner Erfolge bleibt der gebürtige Madrilene aber weiter Fußball-Hungriger. "Ich wollte auch nach München, weil die Bayern eine sehr, sehr erfolgreiche Mannschaft sind." Und: "Ja, ich wolllte unbedingt unter Pep Guardiola trainieren. Er ist ein sehr guter Trainer", sagte Pepe über Pep, dem er täuschend ähnlich sieht: Die gleiche hohe Stirn, der gleiche Bart, der gleiche stechende Blick. Die Fans entlockten Reina auch das ein oder andere aus dem Privatleben. So erzählte Papa Pepe, dass er seine beiden großen Töchter - sieben und fünf Jahre alt - schon noch im Griff habe.

"Aber später werden sie mich wohl auch zur Weißglut bringen." Erst vor einigen Tagen wurde Töchterlein Nummer drei geboren. Die Reinas haben auch noch zwei Jungs. "Natürlich würde es mich freuen, wenn sie auch mal Torhüter werden wollen, aber wichtiger ist, dass sie mal den Beruf haben, der sie glücklich macht", sagte der Papa.

Er selbst habe mit sieben Jahre mit dem Fußball begonnen. "Da hatte ich noch Haare", ließ er schmunzelnd übersetzen. Ins Tor sei er nur gekommen, "weil ich als Stürmer nicht so gut war. Und dann bin ich immer weiter hach hinten gerückt". Das war natürlich geflunkert. Das Torwart-Gen liegt in der Familie. Pepes Vater Miguel stand auch bei der spanischen Nationalmannschaft zwischen den Pfosten. Gut möglich also, dass in einigen Jahren die nächste Reina-Generation im Tor auftaucht.
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