FC Amberg unterliegt dem FV Illertissen mit 1:2 (1:0)
Traum-Tor besiegelt die erste Heimniederlage

Symbolbild: dpa

Amberg. (asl) Erst ein Last-Minute-Treffer in Unterhaching, dann das knappe Pokal-Aus nach Elfmeterschießen in Regensburg und nun ein Traum-Tor des FV Illertissen, das die erste Heimniederlage besiegelte – dem Fußball-Regionalligist FC Amberg ist derzeit das Glück nicht wirklich hold. Die Mannschaft von Trainer Timo Rost unterlag am Samstagnachmittag vor 706 Zuschauern im Stadion am Schanzl den Schwaben mit 1:2 (1:0). Der Siegtreffer gelang dabei Sebastian Schaller per sehenswerten Fallrückzieher aus 14 Metern.

Die Lehren und Erfahrungen aus dem Pokal-Aus am Mittwoch beim SSV Jahn Regensburg hatte Rost gezogen. „Wir haben dort in der ersten Halbzeit bewusst mit einer defensiveren Taktik agiert und dann in der zweiten umgestellt. Uns liegt der offensivere Stil einfach besser“, hatte der Coach vor dem Heimspiel gegen den FV Illertissen gesagt und letztendlich umgesetzt. Er wagte das Experiment, Christian Knorr dieses Mal auf der rechten Außenverteidiger-Position einzusetzen und dafür Alexander Jobst nicht mit in den Kader zu nehmen. So baute Rost seine Startformation gegen die Schwaben um die Ex-Weidener Patrick Rösch und Marc Hämmerle im Vergleich zum Pokal am Mittwoch in Regensburg auf zwei Positionen um: Sven Seitz und Sebastian Hauck begannen dieses Mal, Thomas Schneider saß zunächst nur auf der Bank.

Überraschend in Anfangself

Illertissens Trainer Holger Bachthaler musste auf Moritz Nebel und Maximilian Löw (beide noch im Aufbautraining) und Sebastian Enderle (muskuläre Verletzung) verzichten, der angeschlagene Felix Kling stand überraschend in der Anfangself. So vertraute Bachthaler exakt der Aufstellung, die zuletzt zuhause 2:0 gegen den FC Augsburg II gewonnen hatte. Und die erwischte im Stadion am Schanzl gegen einen zunächst etwas müde wirkenden Gastgeber den besseren Start: Sebastian Schaller setzte seinen Schuss aus 20 Metern (10.) zu hoch an, Andreas Hindelang hämmerte einen Freistoß (14.) in aussichtsreicher Position in die Mauer.

Bessere Chancen

Erst nach gut 15 Minuten fanden die Amberger besser ins Spiel, wobei dies auch daran lag, dass der FV seinen Anfangsschwung etwas einbüßte. Es spielte sich viel im Mittelfeld ab, ehe Sebastian Hauck die 1:0-Führung für die Gelb-Schwarzen gelang: Kai Hempels Flanke fand den Amberger Stürmer im Zentrum, der keine Mühe hatte, aus acht Metern zu treffen (26.). Auf der Gegenseite strich ein Schuss von Ardian Morina (32.) nur knapp über die Latte. In der Schlussphase des ersten Durchgangs hatte der FC Amberg eindeutig die besseren Chancen. Zunächst verfehlte Hempels 30-Meter-Volleyabnahme nur um Zentimeter sein Ziel, ehe Marco Wiedmann in der Nachspielzeit aus 16 Metern im glänzend reagierenden Patrick Rösch seinen Meister fand. Zuvor scheiterte Hämmerle aus ebenfalls 16 Metern am ebenso toll aufgelegten FCA-Schlussmann Matthias Götz, so dass es bei der nicht unverdienten 1:0-Führung zur Halbzeit blieb.

Chancenlos gegen Hämmerle

Rosts geäußerte Vermutung, dass seine Mannschaft am Mittwoch in Regensburg „doch viele Körner hat liegen lassen“, sollte sich im zweiten Abschnitt doch etwas bemerkbar machen. Illertissen wirkte oftmals rischer als die FCA-Akteure, die aber aufopferungsvoll kämpften. Sie konnten sich erneut bei Götz bedanken, der in der 55. Minute gegen Morina die Oberhand behielt und so die Führung bewahrte. Chancenlos war der Amberger Schlussmann dann aber gegen Hämmerle, der nach einer unübersichtlichen Situation im FC-Strafraum irgendwie an den Ball kam und aus kurzer Distanz das Spielgerät über die Linie drückte.

Kategorie: Tor des Jahres

Und sollte noch dicker für die Vilsstädter kommen, wobei das 2:1 der Schwaben locker in die Kategorie „Tor des Jahres“ eingeordnet werden kann: Nach einer Flanke jagte Sebastian Schaller aus 14 Metern per Fallrückzieher den Ball ins Amberger Gehäuse – Götz war gegen diesen wirklich sehenswerten Treffer absolut chancenlos (73.). Der war der Weckruf für den Endspurt der Gastgeber, die wirklich alles daran setzen, zumindest einen Zähler am Schanzl zu lassen: Michael Dietl tauchte in der 77. Minute alleine vor FV-Torhüter Rösch auf, der sich dem FCA-Spieler entgegenwarf und so das 2:2 verhinderte. In der 83. Minute verfehlte Hempel im Fallen aus sieben Metern das Tor.

Herausragende Keeper

Dass die beiden Mannschaften über an diesem Tag herausragende Keeper verfügten, stellte dann Götz auf der Gegenseite unter Beweis, als er einen Elfmeter von Hämmerle parierte (85.), der die endgültige Entscheidung hätte sein können. Auch wenn die Gastgeber in der Schlussphase alles probierten, hinten aufmachten und mächtig Druck machten – das 2:2 wollte nicht mehr fallen.

FC Amberg – FV Illertissen 1:2 (1:0)

FC Amberg: Götz – Gorgiev, Plänitz, Ceesay, Knorr – Wiedmann, Lincke, Hempel, Seitz (56. Dietl) – Wiesner (62. Torunarigha), Hauck (71. Werner).
FV Illertissen: Rösch – Rupp, Heikenwälder, Strahler, Ludmann (75. Böck) – Kling, Schaller, Hämmerle, Frick (67. Nierichlo) – Morina, Hindelang (70. Kiral).
Tore: 1:0 Hauck (26.), 1:1 Hämmerle (58.), 1:2 Schaller (73.).
Besondere Vorkommnisse: Götz (FCA) hält Elfmeter von Hämmerle (85.).
Zuschauer: 706.
Schiedsrichter: Matthias Zacher (Nussdorf).
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