FC Augsburg II und FC Amberg trennen sich 2:2
Gerechtes Unentschieden

Symbolbild: Ziegler

Zum ersten Auswärtssieg in dieser Saison hat es zwar nicht gereicht, aber immerhin ein Punkt sprang heraus – der Fußball-Regionalligist FC Amberg trennte sich am Freitagabend vor 305 Zuschauern beim FC Augsburg II mit einem 2:2 (1:1).

Augsburg. (asl) „Absolut leistungsgerecht“, sagte nach dem Schlusspfiff FCA-Teammanager Hubert Kirsch. „Es war ein klasse Spiel von beiden Mannschaften, wobei sich Augsburg – wie erwartet – weitaus stärker präsentierte, als es der Tabellenplatz aussagte. Wir haben sicherlich nicht zwei Zähler verloren, sondern einen mitgenommen“, so Kirsch.

Joeri Stiens, Max Reinthaler, Daniel Stanese, Andreas Volk, Jonathan Scherzer, Simon Krumpschmid, Yannik Öttl und der gesperrte Arif Ekin fehlten bei den Augsburgern. Albion Vrenezi und Marco Schad saßen zunächst nur auf der Auswechselbank. Trainer Tobas Luderschmid baute daher notgedrungen seine Elf im Vergleich zum 0:2 gegen Unterhaching auf vier Positionen um. Im Tor stand dieses Mal Florian Kastenmeier. Zudem durften Marco Richter, Efkan Bekiroglu und Niklas Künzel von Beginn an ran.

FCA-Coach Rost musste auf Sven Seitz und Andreas Graml verzichten und veränderte seine Startformation nach dem 4:1 gegen den 1. FC Schweinfurt nur auf einer Position: Für Seitz startete Michael Dietl. Der am Oberschenkel angeschlagene Angreifer Junior Torunarigha wurde rechtzeitig fit und stand ebenfalls im Kader wie erstmals wieder Benjamin Werner und André Karzmarczyk. Die Begegnung im Rosenau-Stadion stand zunächst unter keinem guten Stern. Denn aufgrund der Verkehrslage kamen die Amberger etwas verspätet bei den Schwaben an, so dass das Spiel erst um 18.45 Uhr angepfiffen werden konnte.

Die Probleme bei der Anreise waren den Vilsstädtern dann in der Anfangsphase auch etwas anzumerken. Die erste Chance des Spiels hatten die Gastgeber durch Marco Richter, dessen Versuch aus 17 Metern das Tor von Matthias Götz dann nur knapp verfehlte (4.). Es entwickelte sich eine Partie zweier Teams auf Augenhöhe, in der die Gastgeber etwas aktiver waren und auch mehr Fehler machten, aber Amberg halt einfach effektiver agierte.

In der 13. Minute gingen die Gelb-Schwarzen nämlich durch Marco Wiedmann in Führung. Wieder einmal, wie schon in den letzten Partien, leistete sich Augsburgs Bundesliga-Reserve in der Abwehr einen kapitalen Bock. Wiedmann schnappte sich das Leder, steuerte Richtung FC-Tor und verwandelte aus 18 Metern exakt ins rechte untere Eck. Die Antwort der Gastgeber ließ aber nicht lange auf sich warten: Erneut Richter (16.) verfehlte aus 16 Metern nur knapp das Gehäuse – die bis dato beste Möglichkeit der Schwaben, die Glück hatten, dass Wiedmann – nach toller Vorarbeit von Sebastian Hauck – bei seinem Schuss das Visier nicht genau genug eingestellt hatte (19.).

Wie Rost angekündigt hatte, versuchte seine Elf, den offensiven Stil umzusetzen. Und nachdem sich auch die Platzherren nicht versteckten, bekamen die Zuschauer einen offenen Schlagabtausch geboten. So klärte Ambergs Abwehr in der 24. Minute eine scharfe Hereingabe von David Spies, bei der gleich zwei Augsburger einschussbereit gewesen wären. Das war es dann aber mit der Herrlichkeit des FCA II, denn in der Folgezeit traten die Vilsstädter immer souveräner und sicherer auf und ließen der Luderschmid-Elf keine Entfaltungsmöglichkeiten im Spiel nach vorne.

Umso überraschender dann der Ausgleich in der 41. Minute: Efkan Bekiroglu behauptete in dieser Szene den Ball und steckte auf Spies durch, der sich nicht mehr bremsen ließ. Aus 15 Metern vollstreckte er unhaltbar für FCA-Schlussmann Matthias Götz – ein glücklicher Ausgleich für die Gastgeber, die zwar durch Kampfkraft und Willen überzeugten, die Gäste hingegen aber die deutlich reifere Spielanlage zeigten.

Beide Mannschaften gingen zunächst unverändert in die zweite Hälfte, in der Amberg die erste nennenswerte Chance hatte. Hauck ließ den Ball für Dietl abtropfen, doch dessen Versuch aus 20 Metern war zu schwach und zu ungenau. Genauso erging es auf der Gegenseite für die immer mutiger werdenden Gastgeber, als Richter aus 20 Metern das Leder am Dreieck vorbeischlenzte (56.). Fünf Minuten später machte er es im vierten Anlauf nach einem Konter besser: Bei einer Spies-Flanke stand er goldrichtig und nickte aus sechs Metern zum 2:1 ein. Der FC durfte sich bei seinem Keeper bedanken, dass er nicht noch das 1:3 kassierte. Denn Götz parierte reaktionsschnell gegen Albion Vrenezi (66.) und gegen Spies (73.).

Das 2:2 blieb dieses Mal Julian Ceesay vorbehalten. Nach einer Ecke stieg er am höchsten und köpfte ungehindert ein. Der eingewechselte Benny Werner hatte sogar das 3:2 auf dem Fuß, aber in der 81. Minute fand er, nachdem er sich gegen zwei Abwehrspieler durchgesetzt hatte, in FCA-Torhüter Kastenmeier seinen Meister.

In der Schlussphase waren beide Mannschaften auf den Siegtreffer aus: Erst lenkte Götz einen Richter-Schuss noch um den linken Pfosten (82.), ehe Kai Hempels Heber aus 50 Metern auf die Latte klatschte (87.) – hier hatte sich Kastenmeier gehörig verschätzt. Als Richter in der 93. Minute aus knapp 30 Metern übers Aluminium zielte, war dies die letzte Möglichkeit in einem kurzweiligen Spiel, das leistungsgerecht mit einem Unentschieden endete.
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