FC Bayern feiert sich

Wir erleben die beste Zeit in der Geschichte des FC Bayern.

Der FC Bayern schreibt weiter schwarze Zahlen. Das Plus in der letzten Meistersaison betrug 23,8 Millionen Euro. Die sportliche Übermacht hat ihren Preis - der Münchner Luxuskader ist teuer. Dank und Applaus gibt es für zwei abwesende Vereinslegenden.

Der FC Bayern sonnt sich im sportlichen und finanziellen Erfolg und hält zu seinen Vereinsikonen Uli Hoeneß und Franz Beckenbauer. "Wir erleben die beste Zeit in der Geschichte des FC Bayern", schwärmte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge in seinem Bericht auf der Jahreshauptversammlung des deutschen Fußball-Branchenführers und erntete großen Beifall.

Auch zwei prominente Abwesende wurden am Freitagabend im Audi Dome besonders belobigt und erhielten Applaus der 2590 anwesenden Mitglieder: Hoeneß und Beckenbauer. "Ich darf mich an dieser Stelle bei Uli bedanken", sagte Rummenigge gerichtet an den Ex-Präsidenten, der weiterhin eine Haftstrafe wegen Steuerhinterziehung verbüßt. Seit 2. Januar arbeitet der 63 Jahre alte Hoeneß als Freigänger in der Nachwuchsabteilung der Bayern. "Er hat frischen Wind reingebracht."

Aufmunternde Worte und Applaus gab es ebenfalls für Beckenbauer, der in der Affäre um die Vergabe der Fußball-WM 2006 an Deutschland ins Zwielicht geraten ist. Vereinspräsident Karl Hopfner hat eine "Vorverurteilung" des langjährigen Spielers, Trainers und Präsidenten des FC Bayern beklagt und versprochen: "Franz Beckenbauer ist zurecht unser Ehrenpräsident - und wird es auch bleiben."

Auf ein "Zuckerl" in Form von Vertragsverlängerungen, speziell mit Trainer Pep Guardiola oder Stars wie Jérôme Boateng, mussten die Mitglieder bei der Zusammenkunft wie angekündigt verzichten. Dafür konnte der in der Bundesliga sportlich übermächtige FC Bayern erneut Zahlen verkünden, die ihn auch finanziell weiterhin als klare Nummer 1 ausweisen. In der vergangen Meistersaison hat der Rekordchampion einen Rekordgewinn von 23,8 Millionen Euro erzielt. Das operative Ergebnis des Konzerns vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) betrug nie zuvor erreichte 111,3 Millionen Euro. Der Umsatz lag im Geschäftsjahr 2014/15 mit 523,7 Millionen Euro zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte über einer halben Milliarde Euro. Die größten Einnahmequellen waren der Spielbetrieb mit 137,6 Millionen Euro, Sponsoring und Vermarktung (113,9 Mio) sowie das Merchandising (Trikotverkauf etc.) mit 101,7 Millionen Euro.
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