FC Bayern nimmt Auftakthürde

Robert Lewandowski (rechts) beim Kopfball: Der Bayern-Stürmer hatte in Piräus nur wenige verheißungsvolle Szenen. Egal: Thomas Müller (2) und der eingewechselte Mario Götze sprangen beim Münchener 3:0-Sieg in die Bresche. Bild: dpa

Auf Torgarant Thomas Müller ist beim FC Bayern stets Verlass. Der Nationalspieler beschert den Münchnern mit zwei Treffern einen gelungenen Auftakt in der Königsklasse bei Olympiakos Piräus. Zum zwölften Mal in Serie starten die Bayern mit einem Sieg.

Im gefürchteten Stadion von Olympiakos Piräus hat der FC Bayern München dank Torgarant Thomas Müller und Joker Mario Götze die Tradition seiner Auftaktsiege in der Champions-League souverän fortgesetzt. Der deutsche Fußballmeister gewann sein 200. Spiel in der Königsklasse am Mittwochabend in Griechenland hochverdient mit 3:0 (0:0). Der lange unglücklich agierende Weltmeister Müller mit einer kurios anmutenden Bogenlampe (52.) und einem Foulelfmeter (90.+2) sowie der eingewechselte Götze (89.) sorgten für die Treffer.

Damit wurde das Team von Trainer Pep Guardiola seiner Favoritenrolle mit dem zwölften Auftaktsieg in Serie vollauf gerecht. Im nächsten Spiel gegen Dinamo Zagreb können die Münchner schon die Weichen in Richtung Achtelfinale stellen.

Und natürlich war es Müller, der den Führungstreffer erzielte. Fast von der Außenlinie überlistete er den spanischen Keeper Roberto. Mit Auge habe er das gemacht, scherzte der am Sonntag 26 Jahre alt gewordene Torjäger noch auf dem Platz. Für den Weltmeister, der auch vom Punkt abgeklärt traf, waren es bereits der zehnte und elfte Treffer im siebten Pflichtspiel seit dem Bundesliga-Auftakt. "Der Ball ist mir ein bisschen abgerutscht. Da muss ich ehrlich sein. Es war glücklich, aber auch sehr wichtig für uns", sagte Müller nach seinem Tor aus über 30 Metern. "Wir haben uns schwer getan. Es war kein leichtes Spiel gegen irgendeinen Gegner."

Der deutsche Meister zeigte bei der aufgeheizten Atmosphäre vor rund 33 000 Zuschauern im ausverkauften Karaiskakis-Stadion seine internationale Klasse. Abgeklärt und mit hohen Ballbesitz-Anteilen dominierten und kontrollierten die Münchner das Spiel. Die Suche nach der Lücke im dichten Defensivverbund des griechischen Rekordmeisters gestaltete sich aber mitunter sehr schwierig. Denn Piräus zeigte großen Respekt, zog sich weit zurück und setzte nur auf einige wenige Konter. Robert Lewandowski hatte nach Freistoß von Xabi Alonso vor der Pause die größte Chance zur Bayern-Führung, als sein Kopfball erst auf der Torlinie von Ideye geklärt wurde (26.).

Auch im zweiten Durchgang drückte Bayern und hatte mit Distanzschüssen weitere Chancen. Schließlich war es Müller, der die griechischen Fans verstummen ließ. Götze und erneut Müller sorgten in der Schlussphase für den deutlichen 3:0-Erfolg.
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