FC Bayern präsentiert sich auf Werbeotour durch China
Müller bleibt bei den Bayern

Thomas Müller wird nicht zu Manchester United wechseln, sondern bleibt beim FC Bayern. Das hat zumindest Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge versprochen. Bild: dpa

Bei seiner China-Tour gewinnt der FC Bayern auch den zweiten Test. Für den Siegtreffer sorgt Mario Götze. Thema Nummer eins ist aber Thomas Müller. Dem angeblichen 100-Millionen-Transfer nach Manchester erteilten die Bayern sofort eine Absage.

Zweiter Test in China, zweiter überzeugender Sieg: Der FC Bayern München präsentiert sich auf seiner Werbetour weiter in guter Verfassung. Bei schwül-heißem Wetter gewann der deutsche Fußball-Rekordmeister am Dienstag in Shanghai gegen Inter Mailand mit 1:0 (0:0). Vor rund 37 000 Zuschauern - die Mehrheit in Bayern-Farben - sorgte Mario Götze in der 80. Minute für das lautstark gefeierte Siegtor.

Costa wieder stark

Wieder durfte Kapitän Philipp Lahm einen großen Pokal in Empfang nehmen. Das erste Spiel der Werbetour hatten die Münchner gegen den FC Valencia mit 4:1 (2:1) gewonnen. Am Donnerstag steht zum Abschluss der Reise noch eine Partie bei Guangzhou Evergrande an. Stark präsentierte sich wieder der 30 Millionen Euro teure Neuzugang Douglas Costa. Manuel Neuer, Jérôme Boateng und Götze gaben gegen die Mannschaft von Trainer Roberto Mancini das Saison-Debüt.

Lahm scherzte bereits vor dem Anpfiff, als das Gespräch auf die von englischen und deutschen Medien angeheizte irre 100-Millionen-Offerte für Thomas Müller kam. "Ich mache mir um Thomas keine Sorgen. Ich glaube, er wird nicht abheben", erklärte der grinsende Bayern-Kapitän. Selbst über das theoretische Fehlen der urbayerischen Stimmungskanone bei den nächsten Titelpartys der Münchner konnte Lahm am Dienstag nur witzeln. "Das würden wir hinkriegen, das ist das kleinste Problem. Aber wer quatscht den ganzen Tag? Das ist das andere Problem." Ein Abgang von Thomas Müller ist für den FC Bayern kein Thema.

Beruhigungspille

Das Gedankenmodell eines zweiten Abgangs nach dem von Bastian Schweinsteiger auf die Insel schloss Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge sofort kategorisch aus. "Ich kann alle Fans total beruhigen: Wir werden keinen weiteren Spieler mehr Richtung Manchester United abgeben", sagte Rummenigge. Er habe von "Thomas Müller und großartigen Summen" gelesen, aber das würde "bei uns keine Rolle spielen". Anders als Vize-Kapitän Schweinsteiger mit seinen 30 Jahren ist Müller erst 25, er ist ein Herzstück und Gesicht der aktuellen Bayern-Mannschaft und soll das auch für die zukünftige sein.

Die Münchener schrauben dabei die Ziele hoch wie eh und je. "Wir haben den berechtigen Anspruch, in allen Wettbewerben weit zu kommen", erklärte Lahm in einem Pressegespräch im Teamhotel. "Es gibt einen Rekord zu knacken, viermal hintereinander deutscher Meister zu werden. Das wäre schon was Besonderes."
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