FC Ingolstadt vor dem Aufstieg

Nach dem 1:1 im bayerischen Derby gegen den 1. FC Nürnberg steht Zweitliga-Spitzenreiter FC Ingolstadt kurz vor dem Aufstieg in die Bundesliga. In dieser Szene vergibt der Ingolstädter Alfredo Morales eine gute Kopfballchance. Bild: dpa

Der FC Ingolstadt steht unmittelbar vor dem ersehnten Aufstieg in die Fußball-Bundesliga. Durch das 1:1 (0:0) im Derby gegen den 1. FC Nürnberg am Montagabend hielten die Oberbayern ihren Sieben-Punkte-Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Am kommenden Wochenende kann der FC Ingolstadt auch rechnerisch alles klarmachen. Nach der drittletzten Zweitliga-Saisonpartie beim VfL Bochum am Sonntag soll die Party des designierten 54. Bundesliga-Teilnehmers der Geschichte starten. Voraussetzung dafür ist ein Auswärtssieg.

Vor 15 000 Zuschauern in der erst zum dritten Mal ausverkauften Ingolstädter Arena tat sich der enteilte Tabellenführer allerdings überraschend schwer gegen aggressiv auftretende Nürnberger. Ein Eigentor von Javier Pinola (70. Minute) schien dem FCI trotzdem zum 17. Saisonsieg zu verhelfen, ehe Danny Blum (72.) für den FCN postwendend ausglich.

"Mit dem 1:1 können wir gut leben. Wir müssen da vorne nicht jedes Spiel gewinnen. Weiter geht's", sagte Ingolstadts Trainer Ralph Hasenhüttl mit Blick auf die nächste Partie. Das Remis sei nach einer schwachen ersten und einer besseren zweiten Halbzeit ein gerechtes Resultat. "Es packt ja jeder alles gegen uns rein, jeder jagt uns - und keiner schenkt uns was", betonte Hasenhüttl.

Die im Zweitliga-Mittelfeld steckenden Franken legten nach einer enttäuschenden Spielzeit all ihre verbliebene Power ins Spiel und belohnten sich mit einem Zähler. "Gänzlich zufrieden bin ich nicht", meinte jedoch Gästetrainer René Weiler und bilanzierte: "Es war eine verdiente Punkteteilung. Wir hatten aber die größeren Chancen."

Ohne den verletzten Kapitän Marvin Matip wirkten die Gastgeber in der Defensive anfällig und hatten Glück, dass FCN-Profi Alessandro Schöpf nach 24 Minuten per Freistoß nur den Pfosten traf. Auch Niklas Stark (10.) und Jakub Sylvestr (18.) waren nah an der Gästeführung.

Die Profis des Noch-Zweitligisten hielten in einer hektischen Partie engagiert dagegen, doch es fehlte an Durchschlagskraft. So blieben zwei Distanzschüsse von Pascal Groß (19.) und Stefan Lex (43.) zunächst die einzigen guten Möglichkeiten. Die bis dato größte Chance vergab Alfredo Morales (53.), der aus zwei Metern per Kopf das lange Eck verfehlte. Mit zunehmender Spielzeit wurden die Angriffsversuche der Gastgeber immer hartnäckiger. Doch erst Nürnbergs Pinola traf ins Tor - nach einer Ecke unbedrängt ins eigene. Kurz darauf war der Verteidiger als Flankengeber Wegbereiter des Ausgleichs.
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