FC Porto jagt keine Angst ein

Karl-Heinz Riedle, Botschafter des Champions-League-Finalortes Berlin, erledigte bei der Viertelfinal-Auslosung in Nyon seine Aufgabe zur Zufriedenheit des FC Bayern. Gegen den FC Porto gelten die Münchener als klarer Favorit. Bild: dpa

Der große Kracher bleibt dem FC Bayern im Viertelfinale der Champions-League erspart. Der FC Porto, der 1987 zum Münchner Alptraum wurde, ist ein machbarer Gegner. Wolfsburg bekommt es mit einem weiteren italienischen Club zu tun: Nach Inter geht es nun gegen Neapel.

Auf dem Weg nach Berlin darf sich der FC Bayern weiter über Losglück freuen, für den VfL Wolfsburg gehen die italienischen Wochen weiter. Nicht Real, Barca oder Juve, sondern Außenseiter FC Porto wartet im Viertelfinale der Champions-League auf die Münchner. "Es hätte schlimmer kommen können. Wir sind mit der Auslosung zufrieden", sagte Thomas Müller und Kapitän Philipp Lahm betonte, dass es "sicher unangenehmere Gegner" gibt.

Finalniederlage 1987

Porto? Da war doch was. Im Finale des Europapokals der Landesmeister erlebten die Bayern 1987 eine ihrer schwärzesten Stunden in der Club-Historie. Innerhalb von 180 Sekunden entrissen der Algerier Rabah Madjer mit seinem legendären Hackentor und Joker Juary den Münchnern noch den Henkelpokal. So mahnte auch Matthias Sammer vor Überheblichkeit. "Ich bin aber nicht der Meinung, dass Porto eine einfache Geschichte wird. Ich glaube, dass Bayern München 1987 im Finale auch der Favorit war."

Die bittere Pleite von Wien liegt allerdings schon fast 30 Jahre zurück, seitdem haben sich die Münchner zweimal im Viertelfinale der Königsklasse 1991 und 2000 revanchiert. Und in Manuel Neuer hat sogar ein Spieler bereits gute Erfahrungen mit Porto gemacht: Vor sieben Jahren war der damalige Schalker Keeper mit zwei parierten Elfmetern der Matchwinner im Achtelfinale. "Man will sich mit den Besten messen. Wenn man ins Finale nach Berlin kommen will, wird man gegen die Besten spielen", sagte Neuer. Die Europapokalbilanz des FC Bayern gegen Porto ist mit zwei Siegen, zwei Unentschieden und einer Niederlage positiv.

Zweite Kategorie

Den großen Rivalen geht der FC Bayern vorerst aus dem Weg. Porto, das in der vergangenen Runde den FC Basel ausgeschaltet hat, gehört wie Bayerns Achtelfinal-Gegner Schachtjor Donezk eher der zweiten Kategorie an. "Wenn man sich die Partien Paris gegen Barcelona und das Madrider Derby zwischen Real und Atlético anschaut, sind die von der Zusammensetzung die größeren Kracher", sagte Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge.

Für Wolfsburg heißt das große Ziel indes Warschau, Endspielort der Europa-League. Bis dahin müssen die Niedersachsen aber zunächst Neapel aus dem Weg räumen. "Was wir erwarten können, ist, dass es schwerer wird. Neapel ist stärker einzuordnen als Inter. Es ist eine große Herausforderung", sagte VfL-Manager Klaus Allofs.

Nach dem 3:1 und 2:1 gegen Inter zählen die Wölfe bereits zu den Mitfavoriten auf den Titel, was Allofs gar nicht abstreitet. "Wenn man Zweiter in der Bundesliga ist und diese Mannschaften ausgeschaltet hat, kann man nicht sagen, dass man chancenlos ist", betonte Allofs.
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