FCA-Spieler Daniel Baier redet sich in Rage - Paul Verhaegh fällt wochenlang aus
Sauer auf Augsburger Publikum

Der FC Augsburg hat die Chance auf Platz drei und dann kommen nur 27 000 Zuschauer ins Stadion: Nicht nur Spieler Daniel Baier ärgerte sich über die vielen Lücken auf den Rängen im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt. Bild: dpa
Augsburgs Anführer Daniel Baier war nach der "gefühlten Niederlage" gegen Eintracht Frankfurt richtig angefressen. Da klopft der kleine FCA ans Tor zur Europa-League und der noch viel größeren Champions-League - und dann bleiben beim ärgerlichen 2:2 (2:1) einige tausend Sitzschalen in der Augsburger Fußball-Arena unbesetzt. "Dann spielen wir lieber nicht in Europa, wenn nur 27 000 Zuschauer ins Stadion kommen. Das kann ich nicht verstehen", klagte der 30-Jährige nach dem ersten FCA-Remis der Bundesliga-Saison.

Der Mittelfeldchef des furiosen Tabellenvierten redete sich am Sonntagabend unmittelbar nach dem Spiel in Rage. "Wenn man auf der Tribüne sitzt und sieht, dass man auf Platz drei rücken kann, hätte ich mir mehr Unterstützung gewünscht", grantelte Baier.

Erstmals gab es Kritik am sonst so leidenschaftlichen Augsburger Publikum. "Wenn wir alle erfolgreich sein wollen und so eine geile Situation haben, hätte ich mir ein volles Stadion gewünscht. Das hätte den letzten Kick gegeben", rügte Baier die seiner Ansicht nach mangelhafte Europa-Euphorie in der Stadt. Die Enttäuschung über zwei verlorene Punkte verdeutlichte, dass entgegen der weiterhin offiziell propagierten 40-Punkte-Marke ein internationaler Startplatz längst die neue Zielsetzung der Mannschaft darstellt.

"Wir müssen mit dem Punkt leben", resümierte Trainer Markus Weinzierl. Leben können sie sehr gut damit in Augsburg, schließlich bedeuten auch sieben Punkte aus den ersten drei Rückrundenpartien "einen fast perfekten Start", wie Innenverteidiger Jan-Ingwer Callsen-Bracker erklärte. Ein Wermutstropfen: Paul Verhaegh zog sich eine schwere Muskelverletzung an der Wade zu. Der Kapitän wird wochenlang ausfallen, wie der Verein am Montag mitteilte.

"Wenn bei anderen Vereinen zwei Spieler ausfallen, ist das schon ein Weltuntergang", spottete Baier. In Augsburg würde dagegen mit Teamgeist selbst das Fehlen von zehn Akteuren kaschiert, ergänzte der Mittelfeldchef stolz. Werder Bremen, der nächste Gegner, werde "eine harte Nuss", meinte indes Sportchef Reuter. Aber Anführer Baier gab schon am Sonntagabend die Richtung vor: "Wir werden auch in Bremen wieder alles raushauen."
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