Fifa: Neue Anschuldigungen
Fußball

Zürich/London.(dpa) Teure Gemälde, ein Stück Land für die Familie oder Millionenzahlungen an verschuldete Landesverbände - im unendlichen FIFA-Skandal um die WM-Vergaben an Russland und Katar gibt es schon wieder neue, brisante Anschuldigungen. Die "Sunday Times" veröffentlichte pikante Details und nannte in ihren mehrseitigen Ausführungen auch eine Reihe prominenter Namen, die mit Geld oder Geschenken bestochen worden sein sollen.

"Wir hatten Erkenntnisse, dass Staaten Bestechungsgelder an Fifa-Mitglieder gezahlt haben", sagte eine ehemalige Geheimdienst-Quelle dem Blatt zufolge. Mit Hilfe externer Spezialisten soll der englische Verband FA die konkurrierenden Bewerber ausspioniert und dabei auch auf die Expertise und Unterstützung des Geheimdienstes gesetzt haben.

Auf diese Art und Weise habe man "Informationen sammeln" wollen, räumte die FA nach Angaben der BBC ein. In dem mehrseitigen Bericht der gewöhnlich sehr gut informierten "Sunday Times" werden zahlreiche konkrete Korruptionsversuche durch die WM-Gastgeber Russland (2018) und Katar (2022) aufgeführt, allerdings nicht durch Beweise belegt.

Handball Frankreich als gutes Pflaster

Leipzig.(dpa) Die Rhein-Neckar Löwen haben in der Champions- League endlich auch in der Fremde gewonnen. Beim französischen Spitzenclub Montpellier AHB setzte sich der Handball-Bundesligist am Samstag mit 33:29 (18:14) durch und wahrte seine Chance auf Tabellenrang zwei in der Gruppe C. Mit sieben Treffern war Uwe Gensheimer erfolgreichster Werfer der Löwen, die aggressiv in der Abwehr standen und hellwach im Angriff agierten. Mit nun 8:6 Zählern bleibt der Bundesliga-Spitzenreiter vorerst Dritter hinter MKB Veszprem (16:0) und Vardar Skopje (9:5).

In der Gruppe B nahm der aktuelle Champions-League-Sieger SG Flensburg-Handewitt erfolgreich Revanche gegen den dänischen Meister KIF Kolding. Nach den 21:35 aus dem Hinspiel gewann die SG am Sonntag die zweite Partie mit 27:20 (15:10) und ist jetzt Dritter der Vorrundengruppe B. Thomas Mogensen erzielte sieben Tore für die Norddeutschen.

Die Füchse Berlin hatten in Frankreich trotz einer Niederlage viel Dusel. Nur weil der deutsche Pokalsieger im Rückspiel der dritten Runde beim HBC Nantes mehr Auswärtsstore erzielte, reichte die 23:28 (11:13)-Niederlage im EHF-Pokal zum Erreichen der Gruppenphase im EHF-Cup. Das Hinspiel hatten die Berliner mit 23:18 für sich entschieden. Beste Berliner Werfer waren vor 4500 Zuschauern Pavel Horak mit sechs und Fredrik Petersen mit fünf Toren.

Ebenfalls von der Auswärtstorregel profitierte der HSV Hamburg, der das Rückspiel der dritten Qualifikationsrunde des EHF-Pokals gegen die Schweden von IFK Kristianstad am Sonntag mit 26:28 (12:16) verlor. Das Polster des 29:27-Hinspielsiegs reichte für die Hanseaten, bei denen Kentin Mahé sieben Tore warf und Pascal Hens wegen einer groben Unsportlichkeit die Rote Karte sah, gerade aus, um im internationalen Geschäft zu verbleiben.
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