Fifa schafft Standards für Vermittler ab - Chaos befürchtet
Vom Pizzabäcker zum Spielerberater

Der Fußball-Weltverband Fifa möchte die Lizenzen für Spielerberater abschaffen. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mit und bestätigte damit eine Meldung der "Sport Bild". "Das neue Fifa-Reglement für Spielervermittler tritt am 1. April 2015 in Kraft. Es gibt dann keine Lizenzierung wie bisher mehr, sondern nur eine Registrierung des an einem Transfer beteiligten Spielervermittlers sowie gewisse Mindeststandards, die alle Nationalverbände in nationalen Reglements umsetzen müssen", heißt es von DFB-Seite.

Demnach müssen Berater in Deutschland keine Prüfung mehr ablegen und Fragen aus dem gesamten Fifa-Regelwerk, des DFB und des Ligaverbandes beantworten. Die Vereinigung der Spielerberater in Deutschland (DFVV) kritisierte die neue Regelung. "Die Fifa hinterlässt völliges Chaos", sagte Geschäftsführer Gregor Reiter: "Ich kann es doch - mit Verlaub - keinem Busfahrer oder Pizzabäcker überlassen, dass er Karrieren von Fußballspielern managt. Vielleicht sogar auch noch von Minderjährigen."

DFB will prüfen

Der DFB kündigte an, "die praktischen und rechtlichen Auswirkungen" auf die eigenen Statuten zu prüfen. Vor allem der Schutz von Minderjährigen ist den führenden Verbänden in Deutschland wichtig.
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