Fifa veröffentlicht Kandidatenliste der 23 Akteure
DFB-Sextett hofft auf Weltfußballer-Titel

Bundestrainer Joachim Löw könnte bald auch als Trainer die Nummer eins der Welt sein. Bild: dpa
23 Jahre nach der Kür von Lothar Matthäus dürfen gleich sechs deutsche Weltmeister auf die begehrte Wahl zum Weltfußballer des Jahres hoffen. Der aus der Nationalmannschaft zurückgetretene Kapitän Philipp Lahm, Neu-Spielführer Bastian Schweinsteiger, Torwart Manuel Neuer, Thomas Müller und Finaltorschütze Mario Götze (alle FC Bayern) sowie Toni Kroos (Real Madrid) stehen auf der am Dienstag veröffentlichten Kandidatenliste des Weltverbandes Fifa. Vom Münchner Double-Sieger zählt zudem der Niederländer Arjen Robben zu den 23 ausgewählten Spielern.

"Sie dürfen sehr stolz auf sich selbst sein", sagte Bayern-Trainer Pep Guardiola über seine Akteure, zu denen in der vergangenen Saison auch noch Mittelfeldspieler Kroos gezählt hatte. Und auch wenn der Titel in den vergangenen Jahren stets an die laut Guardiola "überragenden" Superstars Lionel Messi (FC Barcelona) und Cristiano Ronaldo (Real Madrid) gegangen sei, sieht der Münchner Coach diesmal gute Chancen für die deutschen Asse.

Mit sechs Spielern ist der FC Bayern noch vor dem FC Barcelona (4) und dem FC Chelsea (3) und gleichauf mit Champions-League-Sieger Real Madrid am stärksten vertreten. Am 1. Dezember wird die vorläufige Liste auf drei Namen reduziert. Bei einer Gala am 12. Januar in Zürich werden der Weltfußballer, die Weltfußballerin und die Trainer des Jahres bekanntgegeben.

Gute Chancen für Löw

Joachim Löw hat diesmal gute Chancen auf den seit 2010 vergebenen Titel Coach des Jahres. Wie 2011 und 2012 steht der Bundestrainer auf der Liste der zehn Kandidaten. Chancen auf einen zweiten Titel haben der Portugiese José Mourinho vom FC Chelsea und Bayern-Coach Pep Guardiola.

Der argentinische Superstar und WM-Finalist Messi könnte bereits seine fünfte Weltfußball-Trophäe gewinnen: Er errang von 2009 bis 2012 viermal in Serie den Titel. Vorjahressieger Ronaldo steht ebenfalls wenig überraschend wieder auf der Liste. Der 29-jährige Portugiese ist zusammen mit seinen Real-Kollegen Kroos, Gareth Bale, Karim Benzema, Sergio Ramos und James Rodriguez nominiert. Ronaldo gilt als Mitfavorit für die Wahl von Sportjournalisten, Nationaltrainern und Kapitänen.

Vom französischen Meister Paris Saint-Germain wurde der schwedische Toptorjäger Zlatan Ibrahimovic nominiert. Die beiden englischen Liga-Rivalen Manchester City und Manchester United schicken mit Yaya Toure (City) und Angel di Maria (United) ebenfalls je einen Profi ins Rennen. Der FC Chelsea stellt mit Diego Costa, Thibaut Courtois und Eden Hazard immerhin drei Kandidaten. Als einziger italienischer Verein ist Juventus Turin mit Paul Pogba vertreten.
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