Finale: USA - Japan 5:2
Frauen-Fußball-WM

USA: Solo - Krieger, Johnston, Sauerbrunn, Klingenberg - Heath (79. Wambach), Holiday, Brian, Rapinoe (61. O'Hara) - Lloyd, Morgan (86. Rampone)

Japan: Kaihori - Ariyoshi, Iwashimizu (33. Sawa), Kumagai, Sameshima - Kawasumi (39. Sugasawa), Sakaguchi, Utsugi, Miyama - Ohno (60. Iwabuchi), Ogimi

Tore: 1:0 (3.) Lloyd, 2:0 (5.) Lloyd, 3:0 (14.) Holiday, 4:0 (16.) Lloyd, 4:1 (27.) Ogimi, 4:2 (52./Eigentor) Johnston, 5:2 (54.) Heath - SRin: Monsul (Ukraine) - Zuschauer: 53 341 (ausverkauft)

Neid-Debatte: Hilfe von Löw

Frankfurt.(dpa) Als Silvia Neid nach der WM-Rückkehr der DFB-Frauen in die Heimat von der prominenten Fürsprache durch Weltmeister-Coach Joachim Löw erfuhr, huschte ein Lächeln über ihr müdes Gesicht. Schon vor der wegen eines Maschinendefekts um drei Stunden verspäteten Landung des DFB-Trosses hatte sich Löw in der hitzigen Debatte um die Zukunft des deutschen Frauen-Fußballs auf die Seite der Bundestrainerin geschlagen.

"Was in der Öffentlichkeit vom einen oder anderen Trainerkollegen gesagt wurde, ist einfach mieser Stil - vor allem die Art und Weise. Kritik unter Kollegen sollte man direkt mit den beteiligten Trainern besprechen. So haben wir es beim DFB immer gehalten", polterte Löw in der "Bild". Neid nutzte diese Steilvorlage und erteilte der Forderung der Kritiker nach einer schnellen Aufarbeitung des unbefriedigenden WM-Abschneidens eine Absage. "Ich mache jetzt erst einmal Urlaub, den habe ich mir verdient. Mit der WM-Analyse lasse ich mir Zeit. Ich weiß ja, was wir verbessern müssen", sagte sie am Montag nach der Ankunft des WM-Vierten in Frankfurt.

Die Kritik aus der Bundesliga am Auftritt ihrer Mannschaft bei der Endrunde in Kanada wies Neid erneut zurück. "Wir gehören zu den vier besten Mannschaften der Welt und haben uns für Olympia qualifiziert. Ich bin total zufrieden mit dem Erreichten", sagte die 51-Jährige. Schon nach der ernüchternden 0:1-Niederlage gegen England im Spiel um Platz drei hatte Neid zurückgekeilt. Ihren Vorwurf, die Spielerinnen seien "in einem katastrophalen Zustand" zur WM gekommen, ließen die Bundesliga-Vertreter allerdings nicht auf sich sitzen. "Der angebliche katastrophale körperliche Zustand trifft auf meine drei Spielerinnen nicht zu", widersprach Turbine Potsdams Trainer Bernd Schröder der Bundestrainerin. Er warf Neid mangelnde Kritikfähigkeit vor.
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