Finalshow des Petter Northug
Skilanglauf

Falun.(dpa) Dieser Endspurt von Petter Northug wird in die Geschichtsbücher des Skilanglaufs eingehen. Mit einem unglaublichen Sprint besiegelte der Norweger am Sonntag seinen vierten Titel bei den 50. Nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Falun. Über 50 Kilometer im klassischen Stil überspurtete der nunmehr 13-fache Champion von Rang 16 kommend auf dem letzten Kilometer die gesamte Konkurrenz: Auf der Zielgeraden hängte er auch noch die weiteren Medaillengewinner Lukas Bauer aus Tschechien und Johan Olsson aus Schweden ab und sank dann erschöpft in den Neuschnee des Lugnet-Stadions. Mit vier Goldmedaillen krönte sich der norwegische Langläufer nicht nur zum erfolgreichsten Teilnehmer der 50. Nordischen Ski-Weltmeisterschaften. Mit nunmehr 13 Titelgewinnen ist er der beste Langläufer der Geschichte.

Dass Northug in Falun dabei sein durfte, verdankt er der Kulanz der norwegischen Justiz. Denn eigentlich hätte er genau während der WM eine 50-tägige Gefängnisstrafe absitzen müssen. Der 29-Jährige hatte im Mai vergangenen Jahres in der Nähe von Trondheim betrunken einen Autounfall verursacht, sich von der Unfallstelle entfernt und anschließend behauptet, sein Freund habe den Wagen gefahren.

Im Oktober wurde er zu 50 Tagen Gefängnis sowie einer Geldstrafe in Höhe von umgerechnet 22 500 Euro verurteilt. Die Haft wurde schließlich in einen Hausarrest mit elektronischer Fußfessel umgewandelt, den Northug nach der Saison antreten muss.
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