Flotte Holländerin flitzt zu Silber

Shelly-Ann Fraser-Pryce (rechts) aus Jamaika gewann zwar das Finale über die 100 Meter, die große Sensation war aber die Holländerin Dafne Schippers, die sich Silber schnappte. Bild: dpa
Dafne Schippers ist ein Phänomen in der Leichtathletik. Vor zwei Jahren gewann die Niederländerin WM-Bronze im Siebenkampf. In Peking avancierte sie nun zu einer der schnellsten Frauen der Welt: Im 100-Meter-Finale am Montag kam nur Shelly-Ann Fraser-Pryce (Jamaika/10,76 Sekunden) vor ihr ins Ziel. Schippers flitzte in 10,81 Sekunden zu einem Landesrekord. Sie ist damit die erste Europäerin seit der Französin Christina Arron (WM-Bronze 2005), die wieder eine WM-Medaille über 100 Meter gewinnen konnte.

Über 100 Meter kam die 23-jährige Tochter eines Physiotherapeuten mit der achtschnellsten in diesem Jahr gelaufenen Zeit (10,92 Sekunden) nach China, über 200 Meter ist sie sogar Dritte der Weltrangliste (22,09). "Im Siebenkampf hatte ich immer Probleme mit meinem Knie und war frustriert", sagte Schippers. "Die 100 und 200 Meter entsprechen meiner Natur mehr." Dies zeigte sie bei der EM 2014 in Zürich mit ihren Siegen über beide Sprint-Distanzen. Der schnelle Lauf war schon immer ihre Stärke: Bei der Junioren-EM 2011 gewann sie nicht nur den Siebenkampf, sondern hätte mit den Mehrkampf-Leistungen über 100 Meter Hürden, 200 Meter und Weitsprung auch in den Einzel-Wettbewerben gesiegt.
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