Formel 1 beklagt 26. verunglückten Fahrer
Trauer um Bianchi

Neun Monate nach seinem schweren Unfall verstarb der französische Formel 1-Fahrer Jules Bianchi. Bild: dpa
Neun Monate nach seinem fürchterlichen Unfall beim Grand Prix von Japan hat Formel-1-Pilot Jules Bianchi seinen letzten Kampf verloren. Der bei dem Horror-Crash in Suzuka schwer am Kopf verletzte Franzose starb am Freitagabend in seiner Heimatstadt Nizza. Voller Bestürzung reagierten die Formel 1 um Chefvermarkter Bernie Ecclestone und Frankreichs Staatspräsident François Hollande auf die Mitteilung der Familie.

"Jules hat bis zum Ende gekämpft, wie er es immer gemacht hat, aber gestern ist sein Kampf zu Ende gegangen", teilte die Familie in der Nacht zum Samstag mit. Der am 5. Oktober 2014 verunglückte Bianchi lag bis zuletzt im Koma. Er wurde nur 25 Jahre alt.

"Wir dürfen nicht zulassen, dass das je wieder passiert", forderte Formel-1-Chefvermarkter Bernie Ecclestone. "Der Sport hat einen der talentiertesten Fahrer dieser Generation verloren", schrieb der Motorsport-Weltverband FIA. Bianchi war in Suzuka mit seinem Marussia gegen einen Bergungskran gerast und hatte sich schwere Verletzungen im Gehirn zugezogen. "Der französische Sport verliert mit ihm eine seiner großen Hoffnungen", teilte Hollande am Samstag mit. "Meine Gedanken sind bei seinen Eltern, seiner Familie und seinen Freunden."

Die Familie um Vater Philippe und Mutter Christine dankte dem medizinischen Personal des Krankenhauses, das Bianchi "mit Liebe und Hingabe" gepflegt habe. Die Beerdigung soll der französischen Sporttageszeitung "L'Équipe" zufolge am Dienstag in Nizza stattfinden. Offizielle Angaben gab es dazu jedoch nicht.

Gut zwei Jahrzehnte nach dem Tod der Renn-Ikone Ayrton Senna am 1. Mai 1994 in Imola und von Roland Ratzenberger am Tag davor trauert die Formel 1 um den 26. Unfalltoten an einem Grand-Prix-Wochenende seit der WM-Premiere 1950.
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