Formel 1
Hamilton im Training vor Rosberg

Es war zwar "nur" das Training, aber Lewis Hamilton zeigte dem WM-Führenden Nico Rosberg deutlich, dass es am Sonntag beim Rennen noch keine WM-Entscheidung zugunsten des Deutschen geben soll. Bild: dpa

Lewis Hamilton gibt nicht auf. Nico Rosberg kommt im Training nicht am Briten vorbei. Selbst wenn es nur das Einfahren für den Showdown von São Paulo ist: Hamilton setzt ein erstes Zeichen.

São Paulo. Lewis Hamilton wehrt sich mit aller Macht gegen die vorzeitige WM-Niederlage gegen Nico Rosberg. Der Titelverteidiger entriss dem deutschen WM-Spitzenreiter beim ersten Schlagabtausch vor dem möglicherweise entscheidenden Großen Preis von Brasilien den ersten Platz. Hamilton fuhr am Freitag auf dem 4,309 Kilometer im ersten und im zweiten Freien Formel-1-Training jeweils die schnellste Runde. Rosberg kam auf die Plätze drei und zwei.

Doch nicht nur Hamilton erwies sich nach zuletzt zwei Siegen auch auf dem Kurs als stark, auf dem er noch nie gewinnen konnte. In der ersten Einheit schob sich Red-Bull-Teenager Max Verstappen auch noch zwischen Hamilton und Rosberg.

Noch nicht so vielversprechend sah es bei Sebastian Vettel im Ferrari aus: nur die Plätze neun und sieben. Teamkollege Kimi Räikkönen, der 2007 in Brasilien bis dato letzter Weltmeister der Scuderia geworden war, musste seinen Wagen am Nachmittag sogar wegen eines Defekts vorzeitig abstellen. Nico Hülkenberg schaffte es im Force India auf die Ränge sieben und neun, Pascal Wehrlein wurde 20. und Letzter.

Siegt Rosberg am Sonntag, ist er Weltmeister, egal, wo Hamilton landet. Wird Rosberg Zweiter, darf der britische Titelverteidiger nicht über Platz vier hinauskommen, bei Rang drei für den Deutschen nicht über Platz sechs, bei Rosberg-Rang vier nicht über Position acht, bei Platz fünf nicht über Rang neun. Als Sechster in Brasilien, wo er 2014 und 2015 von der Pole aus gewann, kann Rosberg auch noch vorzeitig Weltmeister werden. Hamilton, der noch nie in Brasilien siegte, darf dann maximal Zehnter werden. Bei einem Rennausgang wie in beiden Trainingseinheiten wäre die WM-Entscheidung auf das Finale in zwei Wochen in Abu Dhabi vertagt.
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