Formel-1-Krise: Auch Marussia insolvent

Auf der Zielgeraden der Saison steuern zwei Formel-1-Teams auf einen Totalschaden zu. Nach Caterham hat auch Marussia ein Insolvenzverfahren eröffnet. Damit werden die beiden chronisch erfolglosen und finanzschwachen Rennställe nicht am nächsten Grand Prix in den USA teilnehmen. In Texas sind am Sonntag somit erstmals seit dem Monaco-Lauf 2005 nur 18 Wagen am Start. Die Ausfälle der beiden insolventen Teams kommen zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt für die Formel 1. Der Markt in den USA ist für die Königsklasse schon seit Jahren äußerst schwierig.

Ob Marussia bei den letzten beiden Saisonrennen in Brasilien und Abu Dhabi antreten kann, ist offen. Dies "wird davon abhängen, wie das Insolvenzverfahren und die damit verbundenen Verhandlungen mit interessierten Parteien ausgehen", schrieb am Montag der Insolvenzverwalter des britisch-russischen Rennstalls. Die Möglichkeiten seien insgesamt "sehr begrenzt".

Die Beispiele Marussia und Caterham zeigen, dass die vermeintliche Glamourserie Formel 1 längst zu einem hochriskanten Wagnis geworden ist. Nicht mal die Hälfte der insgesamt elf Rennställe darf als finanziell gesund gelten.
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