Formel 1
Letzte Warnung für Rosberg und Hamilton

Silverstone. Mit einem verschärften Verhaltenskodex versucht Mercedes verzweifelt die außer Kontrolle geratene Rivalität zwischen Lewis Hamilton und Nico Rosberg in den Griff zu bekommen. Nach dem folgenschweren Crash beim Formel-1-Rennen von Österreich droht die Silberpfeil-Führung offen mit drastischen Abschreckungsmaßnahmen, will ihre verkrachte Fahrerpaarung aber noch nicht komplett einbremsen. "Sie müssen die Werte des Teams respektieren", forderte Mercedes nach einem Krisengipfel zwischen Hamilton, Rosberg, Motorsportchef Toto Wolff und Technikdirektor Paddy Lowe im Teamsitz in Brackley.

Drei Zusammenstöße


Nach drei Zusammenstößen in den vergangenen fünf Rennen musste beim Weltmeister-Rennstall aber der "Verhaltenskodex verstärkt" werden. "Er enthält nun drastischere Abschreckungsmaßnahmen bei Berührungen zwischen unseren beiden Autos. Wir vertrauen unseren Fahrern, dass sie sich künftig in solchen Situationen auf der Rennstrecke richtig verhalten. Ihr Schicksal liegt jetzt in ihren eigenen Händen."

So ganz aber nun auch wieder nicht. Denn Mercedes will sich in dem Dauerstreit der ehemaligen Kart-Kumpels vorbehalten, während der Rennen "möglicherweise Anweisungen" auszugeben, "um uns vor einem potenziellen Verlust von Konstrukteurs-Punkten zu schützen. So wie beim Monaco GP, als Nico angewiesen wurde, Lewis passieren zu lassen."

Sollten Hamilton und der WM-Führende Rosberg "den überarbeiteten Verhaltenskodex nicht respektieren, behalten wir uns vor, eine Stallregie als letzten Ausweg auszusprechen", machte Mercedes deutlich.
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