Formel 1
Vettel hofft

Sebastian Vettel. Bild: dpa

Austin. Für die Frage nach seiner Zukunft bei Ferrari bleibt im Moment keine Zeit. "Wir haben alle ziemlich viel zu tun, der Fokus liegt auf den vier Rennen, die noch ausstehen. Da ist es nicht so wichtig, in Details wie meinen Vertrag zu schauen", sagte Sebastian Vettel am Donnerstag in Austin. Seit dem vergangenen Jahr fährt der viermalige Formel-1-Weltmeister für die traditionsreiche Scuderia. Nach einem viel versprechenden Premierenjahr im roten Rennwagen droht 2016 die erste komplette Saison für den Heppenheimer ohne einen Sieg. Sein Vertrag läuft bis Ende 2017.

Das Projekt Ferrari entwickelt sich schwerer als erhofft und vermutlich auch erwartet. Doch auch, wenn bei weitem nicht alles schlecht ist: Richtig gut ist es auch nicht. "Das Wichtigste ist aber, dass wir kämpfen und alles geben", beteuerte Vettel vor dem Großen Preis der USA. Abhaken will er die Saison noch nicht, gleichwohl das Hauptaugenmerk der weiteren Entwicklung des neuen Autos für 2017 gilt. "Es gibt immer eine Chance", meinte Vettel mit Blick auf Sieg Nummer eins in diesem Jahr.

Selbst als Formel-1-Neuling hatte er aber nicht so lange auf einen Sieg warten müssen. Damals benötigte er 21 Rennen, ehe er zum ersten Mal überhaupt auf dem obersten Podestplatz jubeln konnte. Als großer Hoffnungsträger für Ferrari absolvierte er nun schon 23 Grand Prix, ohne einen davon als Erster beendet zu haben. Die zermürbende Serie dürfte unter normalen Umständen auch in Austin kaum zu beenden sein. Dabei liegt Vettel der Kurs. Sieger 2013, zweimal auf der Pole (2012 und 2013) und dazu dreimal die schnellste Rennrunde (2012, 2013 und 2014).

Im ersten Ferrari-Jahr kam er auf Rang drei in dem Land, in dem er 2007 (Indianapolis) sein erstes Formel-1-Rennen bestritt und als Achter gleich in die Punkte fuhr. Sein zweites Scuderia-Jahr wird kein Ruhmesblatt mehr werden. Vettel hat sogar mit Teamkollege Kimi Räikkönen zu kämpfen. Am Ende in der Gesamtwertung vom Stallrivalen geschlagen zu werden, wäre eine weitere Seltenheit. Nur in seinem letzten Red-Bull-Jahr 2014 passierte ihm das bisher gegen Daniel Ricciardo.
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