Francesco Friedrich wieder Weltmeister im Zweierbob
Thron behauptet

Triumph in Winterberg: Bobpilot Francesco Friedrich (rechts) und Anschieber Thorsten Margis verteidigten ihren WM-Titel souverän. Bild: dpa
Überglücklich trug Zweierbob-Weltmeister Francesco Friedrich seine Frau Magdalena küssend durch den ganzen Zielbereich. Der von seinem Heimtrainer Gerd Leopold "Friedrich der Große" getaufte Bobpilot aus Oberbärenburg verwies in Winterberg mit vier Laufbestzeiten und dem Startrekord von 5,08 Sekunden Teamkollege Johannes Lochner und Weltcup-Gesamtsieger Oskars Melbardis mit jeweils 1,06 Sekunden Vorsprung auf Rang zwei. Der weinende Lette musste noch auf dem Podium vom Sieger getröstet werden.

"Es ist ein schöner Tag, man kann es nur genießen. Melbardis hat seine Startleistung hier abgeliefert, doch uns sind hier vier Klasse-Läufe gelungen. Die Startbestzeit im letzten Lauf war dann noch die Krönung für uns", meinte der Sachse am Sonntag. Mit seinem zweiten WM-Coup schloss Friedrich mit seinen erst 24 Jahren schon zu den großen des Bobsports auf.

WM-Debütant Johannes Lochner aus Stuttgart konnte sein Glück nicht fassen. "Ich kann es nicht glauben, so etwas habe ich noch nicht erlebt. Nach nur vier Weltcup-Rennen stehe ich hier als Zweiter auf dem Podest. Das ist doch ein Traum", sagte der gebürtige Bayer, der mit Joshua Bluhm glänzende Startzeiten produzierte.

Bereits am Samstag flossen bei den deutschen Bobpilotinnen Freudentränen. Die zweitplatzierte Anja Schneiderheinze bejubelte ihr erstes WM-Edelmetall als Pilotin, bei Cathleen Martini kullerten nach Bronze die Abschiedstränen, und Stefanie Szczurek konnte Platz vier bei ihrem Debüt kaum fassen.
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