Franck Ribéry trifft auf Anatoli Timoschtschuk - Frankreich gegen die Ukraine in der ...
Duell ehemaliger Teamkollegen

In den Play-off-Spielen zwischen der Ukraine und Frankreich treffen die beiden ehemaligen Teamkollegen beim FC Bayern München, Anatoli Timoscht-schuk (links) und Franck Ribéry, aufeinander. Bild: dpa
Sport DE/WELT
Deutschland und die Welt
14.11.2013
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Franck Ribéry ist in der Form seines Lebens, doch der designierte Weltfußballer des Jahres bangt um seinen Traum von der WM 2014 am Zuckerhut.

Ungewöhnlich ehrfurchtsvoll blickt der schon als bester Kicker in Europa ausgezeichnete Star des FC Bayern München auf die K.-o.-Duelle mit der Ukraine. Dort schickt sich ausgerechnet sein langjähriger und weniger erfolgreiche Bayern-Teamkollege Anatoli Timoschtschuk an, Ribérys favorisierten Franzosen den Weg nach Brasilien zu verbauen.

"Das wäre eine Katastrophe für Frankreich, aber daran sollten wir nicht denken", forderte Ribéry. Und tut es vor den mit Spannung erwarteten Aufeinandertreffen am Freitag, 15. November, in Kiew und am Dienstag, 19. November, in Paris doch. Es sei zwar schön, den alten Kameraden wiederzusehen, "aber ich hoffe, es geht gut für uns aus."

Da sorgt sich einer, der mit dem FC Bayern das Verlieren verlernt hat: Seit 41 Liga-Spielen ist er mit dem deutschen Rekordmeister unbesiegt. In der Triple-Saison mit Meisterschaft, Pokal- und Champions-League-Sieg wurde der 30-Jährige zu Europas Fußballer des Jahres gewählt. Und der Allerbeste aus dem FCB-Starensemble ist beim Wettanbieter bwin längst der Top-Anwärter auf den "Ballon d'Or" für den weltbesten Kicker: 1,80 beträgt Ribérys Quote, dahinter folgen Lionel Messi (3,75), Cristiano Ronaldo (4,20) und Zlatan Ibrahimovic (29,00).
Einer wie der mittlerweile zu Zenit St. Petersburg zurückgekehrte Timoschtschuk taucht in der Liste gar nicht erst auf. Der 34-Jährige war 2009 für rund elf Millionen Euro an die Isar gewechselt, kam dort in vier Jahren aber nie groß heraus. An Meisterschaft und Pokalsieg 2010 war er zwar ebenso wie am diesjährigen Titel-Dreierpack beteiligt - meist allerdings nur in der Rolle des Ergänzungsspielers.

Ganz anders Ribéry, der ein Jahr nach dem Sommermärchen 2006 in Deutschland als Vize-Weltmeister ein "Bayer" wurde und dort seitdem mehr und mehr auftrumpft. "Ich habe mich noch nie so stark gefühlt", sagt er heute über sich. Nicht nur wegen Ribéry sieht "Kaiser" Franz Beckenbauer die Franzosen in den Play-offs in der Favoritenrolle. "Ich glaube, dass sie weiterkommen. Sie haben eine gute Mannschaft."

Auch die Fußball-Geschichte spricht gegen Außenseiter Ukraine: 1998 (gegen Kroatien), 2002 (gegen Deutschland) und 2010 (gegen Griechenland) wurde die WM genauso in den Play-offs verpasst wie im Jahr 2000 (gegen Slowenien) das EM-Turnier. 2006 war die ehemalige Sowjetrepublik erstmals seit ihrer Unabhängigkeit bei einer WM dabei.
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