Franziska Hentke sorgt mit Bronze für optimalen Auftakt bei der Schwimm-WM
Schmetterlingsgefühle

Riesenüberraschung in der Wüste: Franziska Hentke holte sich die Bronzemedaille über 200 Meter Schmetterling. Bild: dpa
Franziska Hentke hat für ein seltenes Glücksgefühl bei den deutschen Schwimmern gesorgt. 14 Jahre nach Silber von Katrin Jäke bei den Titelkämpfen in Athen gewann Hentke als erst zweite deutsche Sportlerin überhaupt eine Schmetterlingsmedaille bei Kurzbahn-Weltmeisterschaften. Über 200 Meter kam die Magdeburgerin in 2:03,89 Minuten am Mittwoch in Doha als Dritte ans Ziel. Siegerin wurde die spanische Olympia-Zweite Mireia Belmonte in der Weltrekordzeit von 1:59,61 - und eine Dreiviertelstunde später schlug Belmonte mit dem zweiten Weltrekord in 4:19,86 Minuten über 400 Meter Lagen noch einmal eindrucksvoll zu. Weltrekord schwammen auch die Frauen der Niederlande über 4 x 200 Meter Freistil in 7:32,85 Minuten.

Die erste Medaille hatte sich Belmonte schon vor ihrem zweiten Weltrekord bei der Siegerehrung für die 200-Meter-Distanz abgeholt. Neben ihr hatte Hentke auf dem Podest gestrahlt. "Dass es jetzt Bronze geworden ist, ist der Hammer", sagte die Zweite der Kurzbahn-EM 2013. "Durch die Weltcups hab ich Wettkampferfahrung sammeln können, das hat mir viel gebracht."

Neben dem Ausrufezeichen von Hentke sorgte Rückenschwimmer Christian Diener als Halbfinal-Fünfter über 100 Meter in 50,32 Sekunden für eine weitere erfreuliche Leistung aus deutscher Sicht. Dem erkrankten Steffen Deibler reichten 50,41 Sekunden über 100 Meter Schmetterling ebenso wenig wie Marco Koch 57,47 über 100 Meter Brust nicht zum Finaleinzug. Zwei deutsche Staffel-Rekorde hatte es am Vormittag gegeben - für die Endläufe war das aber nicht schnell genug.

Lochte auf Platz drei

In Abwesenheit von Weltrekordler Paul Biedermann, der nach mehreren Krankheiten schon den Fokus auf die vorolympische Langbahn-Saison gerichtet hat, holte sich der Südafrikaner Chad le Clos in starken 1:41,45 Minuten den Sieg über 200 Meter Freistil. Titelverteidiger Ryan Lochte aus den USA wurde Dritter.

Auf eine Topplatzierung hofft Rückenschwimmer Diener beim Finale über 100 Meter Rücken am Donnerstag. "Vielleicht reicht es zu einer Bestzeit und vielleicht ja auch zum deutschen Rekord", sagte der 21-Jährige. Das hieße 49,94 Sekunden - eine Medaille wäre damit möglich.
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