French Open gehen ohne deutsche Beteiligung in die entscheidende Phase
Aus für schwache Julia Görges

Julia Görges (rechts) gratuliert der Italienerin Sara Errani, der sie im Achtelfinale der French Open klar mit 2:6, 2:6 unterlag. Bild: dpa
Nachdem sie auch im vierten Anlauf ihr erstes Viertelfinale bei einem Grand-Slam-Turnier verpasst hatte, verließ Julia Görges frustriert die Anlage im Stade Roland Garros. "Das war mit Abstand mein schlechtestes Spiel in diesem Turnier. Es ist bitter, dass es zu so einem Zeitpunkt passiert", sagte die 26-Jährige am Montag nach ihrer klaren 2:6, 2:6-Niederlage im Achtelfinale der French Open gegen die Italienerin Sara Errani. Damit verpasste Görges auch ein Duell mit der amerikanischen Weltranglisten-Ersten Serena Williams, die in diesem Jahr in Paris so schlagbar wirkt wie selten.

Gerade einmal 70 Minuten dauerte die Partie gegen die Finalistin von 2012 in der sogenannten Stierkampf-Arena, in der schon so viele denkwürdige Partien stattgefunden hatten. Das Duell Görges gegen Errani wird keinen Einzug in die Annalen des traditionsreichen Stadions finden - dafür war die deutsche Fed-Cup-Spielerin einfach zu schlecht.

Der Sandplatz-Klassiker unweit des Eiffelturms geht nun ohne deutsche Beteiligung weiter, Görges erwischte es als letzte der zehn gestarteten deutschen Damen. Die vermeintlich Goldene Generation des deutschen Frauen-Tennis ist damit um eine weitere Enttäuschung reicher. Im vergangenen Jahr hatte Petkovic im Bois de Boulogne immerhin noch im Halbfinale gestanden. Von den sechs deutschen Herren war bei der mit 28,03 Millionen Euro dotierten Veranstaltung in der zweiten Woche eh keiner mehr dabei.

"Es ist definitiv bitter", sagte Görges nach ihrem vierten Aus in einem Achtelfinale auf Major-Ebene. Zuvor war sie bereits dreimal bei den Aus-tralian Open in Melbourne daran gescheitert, in die Runde der besten acht Spielerinnen bei einem der vier wichtigsten Turniere vorzudringen. "Ich werde es weiter versuchen. Irgendwann klappt es schon noch", sagte die Norddeutsche trotzig.

Gegen Deutschland-Schreck Errani, die zuvor bereits Carina Witthöft und Andrea Petkovic ausgeschaltet hatte, war sie davon aber so weit entfernt wie die Fifa von einem positiven Image. "Ich habe viel zu viele leichte Fehler gemacht und mich nicht gut genug bewegt", analysierte Görges treffend. Am Ende standen unerklärliche 45 vermeidbare Patzer in der Statistik zu Buche - bei der italienischen Sandplatz-Wühlerin aus Italien waren es dagegen nur drei (!).
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