Frenzel disqualifiziert - Zwei Podestplätze stimmen die Kombinierer dennoch optimistisch
Unglückliche WM-Generalprobe

Fabian Rießle war an beiden Podestplätzen des Wochenendes beteiligt. Im Teamsprint wurde er zusammen mit Manuel Faißt Zweiter, am Sontag im Einzel sprintete er auf Rang drei. Bild: dpa
Eric Frenzel disqualifiziert, Tino Edelmann und Björn Kircheisen gesundheitlich angeschlagen, Fabian Rießle im Sprint zweimal abgekocht: Schlimmer hätte die Generalprobe für die Weltmeisterschaften aus Sicht der Nordischen Kombinierer kaum laufen können. Und dennoch: Bundestrainer Hermann Weinbuch blickt optimistisch nach Falun. Auch, weil bei der Vielzahl der schlechten Botschaften beim Weltcup in Val di Fiemme trotzdem zwei Podestplätze heraussprangen. Das Duo Rießle/Manuel Faißt wurde im Teamsprint hinter den Norwegern Joergen Graabak/Jan Schmid Zweite, am Sonntag schaffte Rießle nach Wochen der Erfolglosigkeit hinter Graabak und dem Österreicher Bernhard Gruber Platz drei.

"Wir haben ein ordentliches Pfund drauf, das stimmt mich optimistisch. Aber es hat sich gezeigt, wir müssen noch eine Schippe drauflegen. Die Norweger sind ganz stark", meinte Weinbuch, der sein WM-Aufgebot schon aufgestellt hat. Mit Frenzel, Rießle, dem Oberstdorfer Johannes Rydzek, Edelmann und Kircheisen wird das Olympia-Team nach Schweden reisen. "Ob auch Faißt oder Junior Jakob Lange noch mitfahren, werden wir noch entscheiden", bemerkte der Coach.

Offene Reißverschlüsse

Sauer war Weinbuch, dass Frenzel am Sonntag den Wettbewerb nicht beenden durfte. Der Olympiasieger hatte das Springen zwar gewonnen, wurde wegen offener Reißverschlüsse an den Ärmeln seines Sprunganzuges aber disqualifiziert. "Eine Gelbe Karte hätte es sicher auch getan, weil offene Reißverschlüsse an den Ärmeln keinen Vorteil darstellen. Aber die Jury kann so entscheiden", bemerkte der Coach. Frenzel sprach von einer ärgerlichen Sache. "Das darf nicht passieren, passiert aber sicher jedem mal. Blöd nur, wenn es im Wettkampf vorkommt und ich so gut war", sagte der Flossenbürger, der mit einem Sieg den Gesamtweltcup zum dritten Mal hintereinander gewonnen hätte. "Es wäre schön gewesen, wenn wir dahinter vor der WM schon einen Haken hätten machen können. Race-

Aber selbst der Ausfall Frenzels brachte das DSV-Team nicht aus dem Konzept. Vor allem Rießle meldete sich mit einer engagierten Leistung zurück. "Er ist nach Wochen mit vielen Problemen endlich wieder sehr gut gesprungen und großartig gelaufen. Schade nur, dass unsere Ski diesmal nicht so schnell waren. Andernfalls hätte er Graabak sicher noch gestellt", betonte der Bundestrainer, während Rießle froh war, wenigstens Platz drei gerettet zu haben. "Es ging nicht mehr viel, es war ein hartes Rennen", sagte der erschöpfte Schwarzwälder.

In der WM-Vorbereitung wird er nun noch einmal verstärkt das Spurtverhalten trainieren. Denn wie bei Olympia wurde er in Val di Fiemme erneut zweimal im Finale geschlagen: Im Teamsprint von seinem Dauerrivalen Graabak, im Einzel vom Österreicher Gruber.
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