Fristlose Kündigung von Marco Pronath schlägt hohe Wellen
Welle der Empörung

Marco Pronath. Bild: ge
Weiden. (gb) Im März beginnt für die Blue Devils der Kampf um den Klassenerhalt in der Oberliga Süd, doch von einer ruhigen Vorbereitung auf die Play-downs kann keine Rede sein. Die fristlose Kündigung von Marco Pronath schlägt hohe Wellen. In den sozialen Netzwerken machen Fans gegen Trainer und Vorstand mobil.

Die Pressemitteilung des 1. EV Weiden - "Vertrag mit Marco Pronath aufgelöst" - löste am Montagabend eine Welle der Empörung aus. Innerhalb kurzer Zeit hagelte es Kritik auf Facebook, wobei Coach Josef Hefner und Vorsitzender Thomas Siller verbal heftig attackiert und teilweise beleidigt wurden. "Trainer raus" oder "Siller raus" waren noch die harmlosesten Einträge.

Vereinsboss Siller verteidigte am Dienstag die Entscheidung, wollte sich aber zu den genauen Gründen, die zur Entlassung Pronaths führten, nicht im Detail äußern. Nachfolgend das Statement des Vorsitzenden im Wortlaut: "Wie wir schon in unserer gestrigen Pressemitteilung "Vertrag mit Marco Pronath aufgelöst" der Öffentlichkeit mitgeteilt haben, hat der Vorfall zwischen Marco Pronath und Trainer Josef Hefner keine andere Möglichkeit als eine fristlose Kündigung des Spielers zugelassen. Zu dieser Entscheidung stehen wir. Die Kündigung wurde dem Spieler am Tage des Vorfalls vorab deutlich und unmissverständlich mündlich angekündigt und wird zeitnah auch formal korrekt vollzogen. Da es sich um einen arbeitsrechtlichen Vorgang handelt, können wir uns nicht zu Details des genannten Vorfalls äußern. Die von Marco Pronath im Internet geäußerten Vorwürfe gegen Trainer und Vorstand weisen wir deutlich zurück. Wir werden uns dementsprechend nicht an den angestoßenen Diskussionen in den sozialen Netzwerken beteiligen. Unser Fokus liegt auf dem Klassenerhalt in der Oberliga Süd. Wir wollen, dass Trainer und Mannschaft in Ruhe die Vorbereitung auf die Play-downs bestreiten können. Wir danken allen, die uns in diesem Vorhaben unterstützen."

Der 21-jährige Pronath, der seit 2011 für die Devils in 155 Partien in der Bayern- und Oberliga im Einsatz war, wiederholte am Dienstag seine tags zuvor auf Facebook gemachten Vorwürfe. Während er bei Fred Carroll das nötige Vertrauen des Trainers spürte, sei das unter Josef Hefner nicht mehr der Fall gewesen. "Er hat mich nur spielen lassen, wenn Not am Mann war", kritisierte Pronath.

Dabei habe sich Pronath laut seinem Facebook-Eintrag seit acht Wochen trotz einer Schulterverletzung durchgebissen. Nachdem er sich am Samstag im Training erneut die Schulter ausgekugelt hatte, sei es im Beisein von Siller zu einer verbalen Auseinandersetzung mit Hefner gekommen. Als Ausgangspunkt des Streits nennt Pronath, dass Hefner davon gesprochen habe, "er habe darauf gewettet, dass ich am Sonntag nicht mit nach Freiburg fahre".

Eine Kündigung sei aus Sicht von Pronath aber nicht ausgesprochen worden. "Siller und Hefner sagten nur, ich soll meine Sachen packen und gehn", schrieb der Stürmer auf Facebook.
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