Für die Kegel-WM gerüstet

"Wir hoffen auf eine schwarze Null", betont Christian Porsch vom WM-Organisationsteam.
 
"Wir hoffen auf eine schwarze Null", betont Christian Porsch vom WM-Organisationsteam.

Die Welt des Kegelsports blickt in den nächsten Tagen nach Speichersdorf/Oberfranken. Dort wird ab 7. Mai um 13 WM- Titel gespielt. Auch der gastgebende SKC liefert dabei eine Höchstleistung ab.

Speichersdorf. (dö) Die Vorbereitungen laufen in den letzten Zügen, für das große Fest des Kegelsports ist alles gerichtet. Wenn die Weltmeisterschaften am 7. Mai beginnen, hat Gastgeber SKC Speichersdorf bereits Schwerstarbeit hinter sich, weitere 17 anstrengende Tage folgen. Erst wenn am Pfingstsamstag das Finale der Frauen und Männer gespielt ist, endet eines der größten Sportspektakel im nordostbayerischen Raum.

Aufwendige Quartiersuche

1000 aktive Kegler der Altersgruppen U14, U18 und Erwachsene aus 17 Nationen gastieren während dieser Zeit in der Sportarena in Speichersdorf, um dort 13 WM-Titel auszuspielen. Das Organisationsteam mit den vielen freiwilligen Helfern hatte bereits alle Hände voll zu tun, um allen Anforderungen gerecht zu werden. Die Arbeiten reichten vom Aufbau der Tribüne bis zur Unterbringung der Sportler, Funktionäre und auswärtigen Fans. "Im Umkreis von 50 Kilometern haben wir alle Möglichkeiten genutzt und gebucht", beschreibt Sprecher Christian Porsch bei einer Pressekonferenz die aufwendige Quartierbeschaffung. Das deutsche Team ist übrigens in Schlammersdorf untergebracht.

Auch musste der tägliche Bedarf an freiwilligen Helfern organisiert werden. "Wir müssen während der WM-Tage über 1000 Schichten stellen. Dabei reichen die Anforderungen von der Verpflegung der Besucher bis zu den Dopingkontrollen der Sportler", weiß Porsch vom umfangreichen Personalaufwand.

Glanzstück und Austragungsort dieser Weltmeisterschaften ist die extra angeschaffte und von der Leipziger Spezialfirma Pauly installierte Acht-Bahnen-Anlage in der Sportarena. "25 000 Schrauben wurden alleine bei diesem Aufbau verarbeitet", berichtet Porsch von den Arbeiten seit dem 11. April. Genau an diesem Tag ist nämlich der erste LKW mit Material vor der Sportarena angekommen. Seitdem wird rund um die Uhr gerackert mit dem Ende in Sichtweite. Denn bereits am Dienstag, 5. Mai erfolgt die Bahnabnahme durch den Weltverband, am Tag darauf stehen Schiedsrichterbesprechung und technische Besprechung auf dem Plan, ehe ab dem 7. Mai die ersten Kugeln rollen.

Die Wettkämpfe beginnen täglich um 8 Uhr und enden teilweise erst gegen 21 Uhr. Damit findet an "heißen Tagen" über zwölf Stunden Kegelsport der Spitzenklasse in der Sportarena statt. Die Tageskarten kosten zwischen 8 und 15 Euro, das Finale am Pfingstsamstag ist bereits ausverkauft. Die Organisatoren hoffen, dass viele Kegelfans diese Wettkämpfe besuchen, damit die Kosten von fast genau 100 000 Euro möglichst wieder hereinkommen. "Das ist schon enorm, was der SKC Speichersdorf leistet und dabei das Risiko eingeht, draufzuzahlen. Denn es gibt keine Unterstützung, weder vom Bundesverband noch vom Land Bayern", so Porsch zum finanziellen Risiko der WM-Ausrichtung. "Wir hoffen auf eine schwarze Null."

Tag der offenen Tür

Am Sonntag, 3. Mai, kann die Öffentlichkeit den WM-Aufbau beim Tag der offenen Tür zwischen 14 und 16 Uhr begutachten. Nach der WM steht die Anlage am Pfingstsonntag und -montag für Kegelsportler offen. "Vielleicht will der eine oder andere Kegler die Bahnen, auf denen WM-Titel vergeben wurden, einmal ausprobieren", preist Porsch dieses Schmankerl als Abschluss an.
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