Für "Löwen" gefährliches Ergebnis

Im Kampf gegen den Abstieg aus der 2. Fußball-Bundesliga wollten die Münchner "Löwen" am Freitag vorlegen. Aber beim Drittliga-Dritten Holstein Kiel ging der Plan nicht auf. So muss die Entscheidung am Dienstag in München fallen.

Der TSV 1860 München ist der Rettung in der 2. Fußball-Bundesliga einen kleinen Schritt näher gekommen. Im ersten Relegationsspiel erkämpften sich die "Löwen" am Freitagabend beim heimstarken Drittligisten Holstein Kiel ein verdientes 0:0 und können mit einem Heimsieg am Dienstag den Klassenverbleib perfekt machen. Vor 9812 Zuschauern im ausverkauften Holstein-Stadion verpassten es die gastgebenden "Störche", den entscheidenden Treffer zu setzen. Allerdings lässt das zu Null den Kielern auch noch eine passable Chance auf die Rückkehr ins Unterhaus, in dem die Norddeutschen bereits von 1978 bis 1981 für kurze Zeit vertreten waren.

"0:0 ist nicht so schlecht. Wir sind der Drittligist. Die Mannschaft hat kontrolliert gespielt und wenig zugelassen. Ich bin nicht so unzufrieden", sagte Kiels Trainer Karsten Neitzel. Sein Gegenüber Torsten Fröhling sprach von einem "gefährlichen Ergebnis". Es sei ein Kampfspiel gewesen. 1860-Kapitän Christopher Schindler ergänzte: "Wir müssen es daheim richten und eine Schippe drauflegen."

1860 München hatte seit Mittwoch ein Trainingslager in Norderstedt bezogen, um die Bedeutung der Relegationsspiele herauszustreichen, wie Fröhling vor der Begegnung erklärte. Und den Gästen war auch von Beginn an anzumerken, dass sie die desaströs verlaufene Saison unbedingt mit einem Happy End abschließen wollen. Angetrieben von Mittelfeldkämpfer Valdet Rama, der nach verbüßter Gelbsperre ebenso wie Abwehrspieler Gary Kagelmacher in die Startelf zurückkehrte, übernahmen sie das Kommando. Per Distanzschuss sorgte Rama (3.) auch für die erste gefährliche Aktion (3.) - knapp vorbei. Gegen die aggressiv, aber zu hektisch agierenden Kieler beschränkte sich 1860 in der Folge darauf, die Partie zu kontrollieren. Das klappte gut, auch wenn die "Störche" allmählich besser aufkamen. Da aber beide Abwehrketten gut funktionierten, gab es kaum nennenswerte Chancen. Kurz vor der Pause bot sich Kiels Kapitän Rafael Kazior, dem ein Treffer wegen Foulspiels zurecht nicht anerkannt wurde (28.), die beste Gelegenheit, doch sein Kopfball verfehlte knapp das Ziel (44.).

Nach dem Wechsel drängten die Hausherren auf das Führungstor, konnten sich aber im gegnerischen Strafraum nur selten gegen die starke Hintermannschaft durchsetzen. Von den "Löwen" war in dieser Phase in der Offensive jedoch kaum noch etwas zu sehen. Mit der Hereinnahme von Patrick Breitkreutz und Jaroslav Lindner verstärkte Kiels Coach Karsten Neitzel in der Schlussphase daher noch einmal die Offensive. Doch auch diese Maßnahmen brachten nicht mehr den gewünschten Erfolg.
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