Fußball
Augsburg gibt alles

Nach langer Verletzungspause ist Patrick Herrmann wieder zurück. Mit dem eingewechselten Nationalspieler gelingt Borussia Mönchengladbach ein 2:2 in Augsburg - es war immerhin ein Teilerfolg.

Augsburg. Im Kampf um die Champions-League-Plätze hat Borussia Mönchengladbach in Augsburg zumindest einen Punkt geholt - viel wichtiger aber war das Comeback von Patrick Herrmann. Nach vier Monaten Verletzungspause feierte der Fußball-Nationalspieler am Sonntag beim 2:2 (1:0) seine Rückkehr auf den Platz.

"Nach so langer Pause die ersten Minuten zu sammeln, war ein gutes Gefühl", kommentierte der eingewechselte Herrmann, der nach dem Spiel von den Borussen-Anhängern mit lautstarken Sprechchören gefeiert wurde. "Wir müssen mit dem Punkt zufrieden sein", befand der Hoffnungsträger. Vor 29 665 Zuschauern hatte Raffael (33. Minute) mit seinem zehnten Saisontor für die Gladbacher Führung gesorgt. In der turbulenten zweiten Spielhälfte eines insgesamt guten Bundesligaspiels wendeten Alfred Finnbogason (50.) mit seinem Premierentor und Caiuby (53.) zunächst das Blatt. Aber Fabian Johnson (55.) schlug für Gladbach zurück. Nach vier Auswärtsniederlagen in Serie gab es immerhin ein Remis für die Borussia.

Vier Zähler Vorsprung


Der Vorsprung der Schwaben auf den Abstiegs-Relegationsrang beträgt nach dem Remis weiter vier Zähler. "Wir haben ein super Spiel gesehen und eine tolle Partie abgeliefert", lobte Trainer Markus Weinzierl. "Wir haben alles gegeben. Das war ein gutes Spiel", urteilte auch Abwehrchef Ragnar Klavan. Halil Altintop meinte: "Wenn wir so weiter machen, werden wir unser Ziel erreichen."

Beide Teams leisteten sich in der Anfangsphase wiederholt Ballverluste und eröffneten auch so dem Gegner gute Chancen. Über zu wenig Beschäftigung konnten sich die beiden Schweizer Torhüter, Marwin Hitz beim FC Augsburg und Yann Sommer bei der Borussia, nicht beklagen.

Die Gladbacher wurden bei ihren Angriffen oft im letzten Moment vom umsichtigen Klavan gestoppt. Anders als beim 4:2 der Gladbacher im Hinspiel zum Debüt von André Schubert, als es nach 21 Minuten 4:0 stand, musste der Borussen-Anhang auch deshalb diesmal länger auf den Jubel warten. Über Ibrahima Traoré kam der Ball zu Raffael - und der Brasilianer pfefferte den Ball unhaltbar ins Tor.

Gleich nach dem Seitenwechsel untermauerten die Augsburger, warum sie ein Gladbacher Angstgegner sind. Erst glich Finnbogason nach einer Flanke von Paul Verhaegh per Kopf aus. Nur drei Minuten später brachte Caiuby die Gastgeber mit seinem dritten Saisontor in Führung. Schnell aber wurde diese Euphorie wieder gebremst, denn nur zwei Minuten danach netzte Johnson zum Ausgleich für die Gladbacher ein.
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