Fußball
Augsburgs Geheimwaffe

Augsburgs Alfred Finnbogason vergibt eine Großchance. Jeffrey Gouweleeuw (52.) und Konstantinos Stafylidis (73.) hatten mehr Erfolg und trafen beim ersten Augsburg-Sieg jeweils nach Standards. Bild: dpa

Zweites Saisonspiel, erster Sieg: Nach der Niederlage zum Saisonstart bejubelt Augsburgs neuer Coach Dirk Schuster dank einer "Waffe" einen Dreier. Ein Debütant war besonders glücklich über den Sieg.

Augsburg. Nach dem siegreichen Debüt durfte sich Millionen-Zugang Martin Hinteregger vor allem bei seinen Augsburger Teamkollegen bedanken. Einen Elfmeter verschuldet, über einen weiteren hätte er sich nicht beklagen können - und trotzdem verließ der Österreicher nach dem 2:1 (0:1) beim SV Werder Bremen als Gewinner den Rasen. "Mit einem Sieg das Debüt zu bestreiten ist ein optimaler Start. Wir wollten den Dreier und haben viel investiert und haben deswegen insgesamt verdient gewonnen. Auf diesem Weg wollen wir weitermachen", sagte der Abwehrspieler vier Tage nach seinem 24. Geburtstag.

Kurz vor Ende der Transferperiode war Hinteregger nach einem Intermezzo in der Vorsaison bei Borussia Mönchengladbach in die Fußball-Bundesliga zurückgekehrt. Über eine Ablöse von fünf bis sieben Millionen Euro für den bisherigen Club RB Salzburg wurde spekuliert. In jedem Fall gehört der bis zum 30. Juni 2018 verpflichtete Hinteregger zu den kostspieligsten Zugängen der Augsburger Club-Historie.

"Ein junger Mann, der noch lernen wird", sagte FCA-Coach Dirk Schuster und lobte doch sehr überschwänglich. "Einer der Garanten, dass wir dieses Spiel gewinnen konnten." Vor allem nach der Pause hatten die Augsburger das Spiel im Griff - und zeigten wie von Schuster gefordert dann auch "Eier".

Hinteregger waren jedoch nach der kurzen Anlaufzeit im neuen Club noch deutliche Abstimmungsprobleme anzumerken. Der am Nationalteamkollegen Zlatko Junuzovic verursachte Foulelfmeter (45.+2) ließ die Nervosität nicht kleiner werden. Beim Stand von 0:1 hätte es nach einer Ringereinlage von Hinteregger fast den nächsten Strafstoß gegeben.

"Ich glaube bei der griechisch-römischen Aktion von Martin Hinteregger hätten wir uns auch nicht groß beschweren dürfen, wenn vielleicht noch ein zweiter Elfmeter dazukommt", sagte Schuster. "Beim ersten Elfmeter war es unglücklich, beim nicht gegebenen müssen wir drüber reden. Das ist eine unnötige Aktion."

Letztlich aber war es eine für die drei Punkte folgenlose Aktion. Schuster hatte bei seinem ersten Sieg im zweiten Bundesliga-Spiel mit den Schwaben auch mit einer Strategie Erfolg, die schon seinem ehemaligen Club Darmstadt 98 viele Punkte brachten. Jeffrey Gouweleeuw (52.) und Konstantinos Stafylidis (73.) trafen jeweils nach Standards. "Standards gehören zum Fußball dazu und können eine Waffe sein", sagte Schuster.

"Ich freue mich sehr, dass es das Siegtor in einem schwierigen Spiel war", sagte der griechische Außenverteidiger Stafylidis nach seinem wuchtigen Freistoß. "Der Sieg gibt uns Selbstvertrauen für die nächsten Spiele." Gar eine Premiere bedeutete der Treffer für den Niederländer Gouweleeuw. "Es war sicher nicht mein schönstes Tor, aber ein ganz wichtiges." Auch für die Bewertung des Debüts von Hinteregger.

Standards gehören zum Fußball dazu und können eine Waffe sein.Dirk Schuster
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