Fußball
Bayern blickt auf Atletico

Münchener Glücksseligkeit: Torwart Manuel Neuer (rechts) und Thiago feiern den Treffer von Joshua Kimmich zum 1:0-Sieg. Bild: dpa

Hamburg. Mit Hilfe von Startrekord-Trainer Carlo Ancelotti wollen die Über-Bayern in der Champions-League ihren jüngsten Spanien-Fluch durchbrechen. "Wir haben in den letzten drei Jahren immer gegen Mannschaften aus der Primera División gespielt und verloren. Bei Atlético Madrid wollen wir mit Ancelotti zeigen, dass wir zumindest einen, vielleicht aber auch drei Punkte holen können", sagte Bayern Münchens Clubchef Karl-Heinz Rummenigge am Samstag nach dem 1:0 (0:0)-Arbeitssieg beim Hamburger SV.

Am Mittwoch (20.45 Uhr) in der spanischen Hauptstadt bietet sich dem mit acht Pflichtspiel-Erfolgen optimal in die Saison gestarteten Rekordmeister die Chance zu einer Aufbesserung der Spanien-Bilanz. Denn nach verlorenen Duellen mit Real Madrid und dem FC Barcelona waren die Münchner in Europas Meisterliga zuletzt im Halbfinale auch an Atlético gescheitert. Von einer Revanche will Kapitän Philipp Lahm aber nichts wissen. "Die gibt es nicht. Das ist die Gruppenphase und kein Halbfinale", sagte Lahm.

"Die Ausgangsposition ist in der Gruppenphase eine andere. Klar ist aber, dass wir auch da gewinnen wollen", sagte Nationalspieler Joshua Kimmich. Durch sein Siegtor in der 88. Minute wurde das Anrennen der Bayern gegen stark verteidigende, aber letztlich glücklose Hamburger doch noch belohnt. Vorher hatte allen voran der starke HSV-Keeper René Adler Treffer der Bayern mit tollen Paraden verhindert.

Einmal mehr war es Shootingstar Kimmich, der erneut als Torjäger gefeiert wurde. "Na ja, so weit will ich nicht gehen, aber immerhin war es ein wichtiges Tor", sagte der 21-Jährige nach seinem zweiten Saisontreffer. Eingeleitet hatte den Angriff der starke Thiago mit einem Traumpass auf Franck Ribéry, dessen Flanke der frei vor dem Tor stehende Ex-Leipziger Kimmich nur noch einzuschieben brauchte. Glück für die Bayern war dabei allerdings, dass Vorlagengeber Ribéry da noch auf dem Feld war. Sein Griff ins Gesicht des Hamburgers Nicolai Müller hätte auch mit Rot statt Gelb geahndet werden können.

Nach saisonübergreifend 14 Punkt- und 16 Pflichtspielen ohne Niederlage sowie der makellosen Bilanz in der neuen Spielzeit trübte einzig die Verletzung von Mats Hummels die Stimmung. Der aus Dortmund zurückgeholte Weltmeister erhielt in Halbzeit eins einen Schlag auf das Knie und wurde nach 51 Minuten gegen Jérome Boateng ausgetauscht. "Ich habe die Hoffnung, dass es am Mittwoch wieder geht", sagte er mit Blick auf die Herausforderung in Madrid.
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