Fußball-Bundesliga
Werder schießt VfB ab

Claudio Pizarro freut sich über sein Tor zum 4:2: Werder Bremen gewann am Montagabend das Abstiegsduell gegen den VfB Stuttgart klar mit 6:2. Werder kletterte auf Rang 15, die Schwaben fielen auf Abstiegsplatz 17 zurück. Bild: dpa

Was für ein packendes Abstiegs-Duell! Acht Tore, hohes Tempo und ein großer Kampf. Am Ende jubeln die Bremer, die auf Platz 15 klettern. Für den VfB Stuttgart wird die Lage immer dramatischer. Platz 17 und gegen Mainz drohen einige Spieler auszufallen.

Bremen. Werder Bremen hat mit einem furiosen Sieg im Krisen-Gipfel die Abstiegsplätze verlassen, dem VfB Stuttgart droht der erste Bundesliga-Abstieg seit 41 Jahren. Die Hanseaten kamen im ersten regulären Montagsspiel der Liga-Geschichte zu einem beeindruckenden 6:2 (3:1) und brachten den VfB damit ganz schwer in die Bredouille. Während Bremen mit nun 34 Punkten auf den 15. Platz kletterte, rutschten die um einen Zähler schlechteren Schwaben durch die 17. Saisonpleite auf den vorletzten Rang ab. Und der Trend spricht gegen den VfB: Trotz des Kurz-Trainingslagers auf Mallorca unter der Woche blieb das Team von Trainer Jürgen Kramny auch im siebten Spiel in Serie ohne Sieg.

Zweimal Finn Bartels (10. und 80. Minute), ein Eigentor von Federico Barba (33.), der eingewechselte Levin Öztunali (42.), Claudio Pizarro (64.) und Anthony Ujah (87.) schossen in einem packenden Aufeinandertreffen vor 41 000 Zuschauern den Bremer Sieg heraus. Für den VfB waren der zwischenzeitliche Ausgleich durch Daniel Didavi (26.) und das Tor von Barba (53.) zu wenig. Und es kam noch schlimmer für die Gäste: Didavi und Barba mussten verletzt raus, Emiliano Insua sah die fünfte Gelbe Karte und ist im nächsten Spiel gegen den FSV Mainz gesperrt.

"Dass wir gut spielen können, wissen wir. Die Mannschaft muss den Abstiegskampf aber richtig annehmen. Ich bin froh, dass die Mannschaft das so umgesetzt hat. Es ist grandios, was hier passiert", sagte ein überglücklicher Werder-Manager Thomas Eichin und Kapitän Clemens Fritz ergänzte: "Wir haben die ganze Woche konzentriert gearbeitet und uns eingeschworen. Die ganze Stadt und Region steht hinter uns." VfB-Akteur Daniel Schwaab war dagegen restlos bedient: "Das ist unerklärlich. Wir haben uns so gut vorbereitet und schenken die Tore so leicht her. Mir fehlen die Worte. Das ist viel zu wenig."

Auf den Rängen gab es derweil prächtige Stimmung, nur vereinzelt waren Proteste gegen die Montag-Ansetzung zu registrieren. "Spieltagszerstückelung stoppen" hieß es auf einem Spruchband der Werder-Anhänger in der Ostkurve. Einige Fanclubs der Schwaben protestierten gegen die Ansetzung. Nur ein Viertel der 4100 Karten hatte der VfB in Anspruch genommen.
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