Fußball
Club mächtig unter Druck

"Was soll ich denn noch machen?", scheint Club-Trainer Alois Schwartz hier verzweifelt zu rufen. Der Neu-Coach steht richtig unter Druck und hofft jetzt endlich auf eine positive Wende. Bild: dpa

Der Nürnberger Coach Schwartz fordert in Bochum mehr Konstanz. "Löwen"-Trainer Runjaic setzt bei Union Berlin wieder auf den Erfolgssturm Olic und Mölders.

Nürnberg/München. Nach dem enttäuschenden Saisonstart des 1. FC Nürnberg mit nur zwei Punkten aus vier Spielen mahnt Trainer Alois Schwartz seine Profis zu mehr Konstanz auf dem Platz. Einen Tag vor der Partie beim VfL Bochum am Freitag (18.30 Uhr) sagte der Coach: "Wenn man nur phasenweise gut spielt, kann man sein Glück nicht erzwingen." Bei einer weiteren Enttäuschung in Bochum droht der derzeitige Tabellen-Vorletzten ganz nach unten abzurutschen.

Einige Ausfälle


Zu allem Überfluss hat der Club einige Ausfälle zu beklagen. Neben den länger verletzten Willi Evseev, Patrick Erras, Georg Margreitter und Torwart Raphael Schäfer sowie dem gesperrten Guido Burgstaller fehlt auch Rurik Gislaslon. "Er hat einen Muskelfaserriss im Sprintermuskel", berichtete Schwartz. Details zur Aufstellung verriet Schwartz nicht, auch nicht, wer Burgstaller im Sturm ersetzt: "Da schlaf ich nochmal drüber."

Das Erfolgsrezept sei bei den Franken aber ohnehin nicht an Personen festgemacht. Wenn man "aggressiver spielt, Ballgewinne hat, schneller nach vorne spielt, dann kann man Spiele erfolgreich gestalten", sagte Schwartz. "Wenn kein Meter mehr geht, versuche noch einen zu machen." Der Neu-Coach am Valznerweiher steht selbst unter Druck, viel mehr Rückschläge darf der ehemalige Sandhausener wohl nicht kassieren. Trotz der Situation versuchte er entspannt zu wirken. "Ich fühle mich gut in dem Job", sagte Schwartz, "warum auch nicht?!".

Nach dem überraschenden 2:1 des TSV 1860 München beim 1. FC Nürnberg wird Trainer Kosta Runjaic seinen Erfolgssturm mit den Routiniers Ivica Olic und Sascha Mölders beibehalten. Vor der heutigen Partie (18.30 Uhr) gegen den FC Union Berlin verkündete der Coach: "Olic und Mölders werden wieder gemeinsam auflaufen."

Zum 2:1-Sieg in Nürnberg hatte Mölders ein Tor und eine Vorlage beigesteuert, Olic einen Assist. Gegen die Hauptstädter gelte es, den Trend fortzusetzen, um positiv in das erste Wochenende des Oktoberfests zu starten. "Wir sind fokussiert und wissen, dass wir noch nichts erreicht haben", mahnte der neue "Löwen"-Trainer.

Im Heimspiel gegen Union, für das sich auch Investor Hasan Ismaik als Zuschauer angekündigt hatte, steht Kai Bülow vor einem Comeback nach seinen Adduktorenproblemen. Vor Union warnte Runjaic eindringlich. Die Berliner hätten eine eingespielte Mannschaft mit "Torlaune" und erarbeiteten sich viele Großchancen. Gegen so einen Gegner könne man nur mit aggressiven Zweikämpfen bestehen. "Wir wollen es spielerisch versuchen, wissen aber, dass das nicht reichen wird. Wir werden kämpfen müssen", sagte er.
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